In diesem Schwulen-Erotikgeschichte sprühen bei der Pride die Funken. Nach spontanem Sex mit einem Fremden in einer Bar im Anschluss an die Pride-Parade entsteht eine starke Anziehungskraft zwischen zwei Männern. Später treffen sie sich bei einer Drag-Show wieder, wo sie feststellen, dass sie beide noch eine andere Identität haben … nämlich die von Drag-Rivalen. Es ist eine MM-Liebesgeschichte vom Typ „Enemies to Lovers“ mit jeder Menge Spice, von leidenschaftlichen Blowjobs bis hin zu Analsex.
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Vor zwei Stunden war ich noch über 1,90 m groß, in meinen gigantischen Heels und einer prachtvollen, extravaganten Perücke, die mich über dreihundert Euro gekostet hat. Jetzt sind all meine Drag-Klamotten ordentlich in der großen Tasche zu meinen Füßen verstaut.
Vor so vielen Menschen aufzutreten, war mein größter Traum und ich fühle mich immer noch, als würde mein Körper vor Energie summen. Pride-Paraden sollen sich genau so anfühlen, als könnte man vor Freude und Glück platzen.
Aber jetzt will ich mich nur noch entspannen, in meiner bequemen Wechselkleidung, bereits abgeschminkt, und den aufregenden Tag voller Auftritte und Aftershowpartys ausklingen lassen.
„Kann ich bitte einen Whiskey haben?“
„Machen Sie zwei daraus, bitte.“
Interessiert drehe ich den Kopf und sehe einen Mann direkt neben mir stehen, den ich in dieser Bar noch nie bemerkt habe. Sein Selbstvertrauen ist förmlich greifbar, wie eine Wolke, die ihn umgibt. Und ich muss zugeben, er ist ein absolut heißer Typ.
Er trägt ein dunkles, enges Shirt, das mir einen perfekten Blick auf seine muskulöse Brust gewährt, die durch seine verschränkten Arme noch betonter wirkt. An seinem Handgelenk ist ein winziges Tattoo, das aussieht wie ein Wassertropfen mit einem Stern darin.
„Kommst du auch gerade von der Pride-Parade?“
„Ja, genau. Wie kommst du darauf?“
„Hm, ich weiß nicht, vielleicht liegt es daran, dass du übersät bist mit Glitzer? Du siehst aus, als hättest du dich darin gewälzt, genau wie ich. Oder vielleicht daran, dass du mich anstarrst wie ein verlorener Welpe.“
Er hat nicht unrecht. Sein Haar ist voll von buntem Glitzer, genau wie meine Hände. Und, ich meine… ich habe ihn wirklich angestarrt. Hat er vielleicht meinen Auftritt gesehen? Nicht jeder auf der Pride wirft so mit Glitzer um sich, wie ich von meinem Wagen aus.
„Da hast du mich wohl erwischt.“
„Hier, dein Whiskey.“
„Danke.“
„Cheers.“
„Und was ist mit dir? Bist du mitgelaufen oder bist du nur für die Afterpartys gekommen?“
„Wie kommst du darauf, dass ich nur für die Partys gekommen sein sollte?“
„Du siehst viel zu ordentlich für jemanden aus, der gerade Stunden in der Sonne verbracht hat. Du hast ja nicht mal einen leichten Sonnenbrand.“
„Das ist nur die Kunst einer guten Sonnencreme, Schätzchen.“
„Ganz offensichtlich. Im Vergleich zu dir sehe ich aus wie ein Hummer.“
„Tust du nicht. Du siehst… eigentlich ziemlich gut aus.“
Ich kann die Wärme spüren, die von ihm ausgeht, als er sich näher zu mir lehnt. Mein Körper reagiert sofort auf ihn, auf eine Weise, die ich nicht verbergen kann. Mein Herz rast und unter meiner Haut fühle ich dieses aufgeregte Kribbeln.
Es ist jedoch seine leise Stimme, die mich am meisten interessiert. Es fühlt sich an, als hätte er mir ein Geheimnis verraten, das nur für mich bestimmt ist. Es ist erschreckend, wie viel Macht dieser hübsche Fremde mit so einfachem Flirten über meinen Puls hat.
„Oh! Ich… danke.“
“Tu nicht so überrascht.“
„Hey, ich bin nicht überrascht! Ich habe nur-“
„Du hast nur was?“
„Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass jemals jemand mit mir flirten würde, indem er über einen Sonnenbrand spricht.“
„Wer sagt denn, dass ich flirte?“
„Das muss niemand sagen. Du bist nicht gerade subtil. Ich persönlich gehe nicht einfach zu Fremden und sage ihnen, dass sie gut aussehen, ohne eine Absicht dabei zu haben.“
„Okay. Schön. Vielleicht habe ich das.“
„Nur vielleicht?“
„Strapazier dein Glück nicht, Schätzchen.“
„Übrigens siehst du auch ganz schön gut aus.“
„Ich hab’ mir schon gedacht, dass du das denkst, so wie du mich eben angestarrt hast.“
Die Hitze in meinem Körper kriecht von meinem Nacken direkt in meine Wangen. Dieser Mann liest mich wie ein offenes Buch.
„Scheint, als wäre ich auch nicht gerade subtil…“
„Ja, das würde ich auch sagen. Ich bin mal ehrlich zu dir, okay?“
„Unbedingt.“
„Die Art, wie du mich ansiehst, lässt mich einige Dinge denken, die nicht gerade sehr angemessen sind.“
„Was denn zum Beispiel?“
„Zum Beispiel, dass ich vorschlagen sollte, diese Bar zu verlassen und zu mir zu gehen.“
„Naja… Die Straßen sind noch ziemlich voll… Es könnte anstrengend werden, sich einen Weg durch die Menge zu bahnen… Aber diese Bar hat ein Badezimmer…“
Mein Körper schaudert, als seine Finger sich sanft um mein Handgelenk legen. Sie sind so unglaublich weich.
„Aber wir machen das nur, wenn du dich wohlfühlst, okay? Ich will nicht, dass du dich unter Druck gesetzt fühlst.“
„Je länger ich dich angucke, desto sicherer bin ich mir… Lass mich jetzt bloß nicht warten.“
„Braver Junge…“
„Rein mit dir…“
Der Drag-Brunch ist heute in vollem Gange. Mimosas fließen in Strömen, das Publikum jubelt und die Energie im Raum ist absolut elektrisierend.
Mein Auftritt ist bereits vorbei. Ich war derjenige, der heute den Anfang gemacht hat und die Menge hat es absolut geliebt. Jedes Lip-Sync, jeder Hair-Whip, jeder Death-Drop war pure Perfektion. Ich habe absolut serviert und gegessen.
„Oh, guck mich nicht so ahnungslos an. Du weißt ganz genau, warum ich hier bin!“
„Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Aber ich liebe den Auftritt, behalte diese Attitüde bei für deine Shows.”
„Du denkst wohl, das ist ein Witz? Lass mich es dir für Doofe erklären, Schätzchen.“ „Jede einzelne Idee, die ich habe, alles, was ich tue… ganz plötzlich machst du dasselbe. Glitzerkleider? Am nächsten Tag bist du in Glitzer. Ich buche eine Solo-Show? Plötzlich machst du das auch! Oh, Liebes, und lass mich gar nicht erst damit anfangen, wie du meine Lady-Gaga-Nummer kopiert hast-“
„Es ist Lady Gaga. Die Leute performen sie ständig. Woher soll ich vorher wissen, was du performst?“
„Tu nicht so dumm. Du hast exakt denselben Song direkt nach mir gebracht, beim exakt selben Event. Du kopierst mich seit Wochen, und ich habe es SATT, also warum tust du nicht einfach –“
Ich bin kurz davor, ihr auf der Stelle ihre verdammte Perücke vom Kopf zu reißen. Meine Finger zucken schon förmlich. Doch als sie sich lässig eine kleine Strähne hinter das Ohr streicht, fällt mir etwas ins Auge.
Ein Tattoo auf der Innenseite seines Handgelenks, in Form eines Tropfens mit einem Stern darin.
Bei dem Anblick bleibt mir das Herz stehen. Es fühlt sich an, als würde der Raum kippen, und mir wird leicht schwindelig. Das kann nicht wahr sein.
Das ist er. Der Typ aus der Bar, mit dem ich was hatte. Derjenige, mit dem ich jetzt seit über einer Woche hin- und herschreibe.
„Dieses Tattoo an deinem Handgelenk, ich- ich habe das schon mal gesehen.“
„Was ein Zufall. Viele Leute haben Tattoos, Süße.“
„Ich habe es gesehen, als wir in der Bar rumgemacht haben!“
„Hmm interessant... Ich hatte schon den Verdacht, dass du es bist, als wir angefangen haben zu schreiben.“
„Das kann nicht dein Ernst sein! Wenn du dir schon gedacht hast, dass ich die Drag Queen bin, mit der du quasi konkurrierst, warum zum Teufel hast du dann nichts gesagt?!“
„Ich wollte, dass du es selbst herausfindest. Und ich habe auch irgendwie auf diesen Moment gewartet.“
„Auf WAS gewartet?! Findest du das etwa lustig?!“
„Darauf, dass unsere Spannung endlich ein Ende findet. Die kleine Rivalität, die wir am Laufen haben, die gehässigen Blicke quer durch den Raum? Das musste ja irgendwann mal aufhören.“
„Und, warum tust du dann nichts dagegen?“
Ich bin so wütend, dass ich schreien könnte, und doch kann ich nicht aufhören, auf seine Lippen zu starren, die mich so gut geküsst haben wie niemand zuvor. Er schaut zu mir hinunter mit diesem dämlichen, wissenden Lächeln. Ein Lächeln, das mich dazu bringt, ihm sagen zu wollen, wie wütend ich bin… dass er nie wieder mit mir reden soll - aber ich kann es einfach nicht.
Ich führe uns in eine der kleineren, separaten Umkleiden. Wenn ich hier auftrete, ziehe ich mich lieber hier drin um als bei den anderen Queens. Es fühlt sich geschützter an. Da dieser Ort ausschließlich für Drag-Brunches und Drag-Shows gedacht ist, hängen hier jede Menge wunderschöne Kleider.
Die Spiegel sind mit Federboas geschmückt, die Tische stehen voll mit Kleber, Make-up und Accessoires, die andere Queens hier gelassen haben.
„Mhm, endlich. Ich konnte es kaum erwarten, dich wieder zu berühren.“
„Du bist so ein Arsch… Ich sollte das mit dir nicht wollen.”
„Und doch bist du hier, über den Tisch gebeugt, wie eine brave kleine Schlampe. Sieh dich an.“
Ich keuche auf, als er sanft an meiner Perücke zieht und mich zwingt, mich selbst im Spiegel anzusehen. Ihn von hinten an mich gepresst zu sehen, als er sich an meinen Hüften festkrallt, lässt meinen Schwanz schmerzhaft hart werden.
„All die vorlauten Sprüche und die bösen Blicke, die du mir jedes Mal zuwirfst, wenn wir uns sehen… aber kaum sind wir alleine, präsentierst du mir diesen perfekten Hintern.“
„Beeil dich ein bisschen, wir müssen zum Finale auf der Bühne sein, und…“
„O-Oh, fuck…“
„Sieh mal einer an. Kriege ich dich so also dazu, den Mund zu halten?“
„Fick dich.”
„Du spielst dich auf, als hättest du das Sagen, aber drückst dich gegen meine Finger, als wärst du ewig nicht gefickt worden. Schon lustig, oder?“
„Hör auf so viel zu reden und fick mich endlich.“
„Ungeduldiges, hübsches Ding.”
„Bitte, mach weiter.“
„Ah-! Fuck, du bist so tief in mir…“
„Nimm jeden Zentimeter, Baby. Sei brav für mich.“ „Du fühlst dich so gut an.“
„D-du fühlst dich auch so gut an. Oh, bitte…“
„Ich weiß, was du brauchst… und wonach du so süß bettelst, aber ich will es aus deinem Mund hören.“
„Bitte, fass mich an, ich- ich- bitte…“
„J-ja!“
„Ich bin- ich komme gleich-“
„Fuck, du bist so schön… komm auf meinen Schwanz…“
„Oh, bitte, ich werde gleich…“
„Ja baby, genau so… Fuck…“
„Mmm… Du schmeckst so gut…“
„Das hast du so gut gemacht…“
Seine Finger gleiten in meine Haare und ziehen sanft, aber dennoch führend daran. Es ist wie ein stiller, wortloser Befehl, und ich kann nicht anders, als sofort zu gehorchen.
Mein Magen macht aufgeregte Sprünge, während sich ein kribbelndes Prickeln in meinem ganzen Körper ausbreitet. Ich weiß, dass das hier nur ein One-Night-Stand ist, aber mein Körper scheint das nicht zu verstehen. Ich habe mich noch nie so sehr nach einer Erlösung gesehnt wie jetzt gerade. Ich will es so sehr, ich will ihn so sehr, dass es schon fast besorgniserregend ist.
„Jetzt bin ich dran, dich zu verwöhnen.”
„Du bist so verdammt hart für mich.”
Ich sterbe vor Verlangen, seinen Mund um mich zu spüren. Er sieht so verdammt schön aus mit diesem gierigen Ausdruck in den Augen. Etwas an der Art, wie er mich ansieht, lässt meinen Schwanz zucken und meinen Bauch sich noch weiter zusammen ziehen.
„Bitte…“
„Sieh dich an… Du bist so verdammt bereit für mich und bettelst trotzdem noch so lieb und höflich.” „Du bist unglaublich, weißt du das eigentlich?”
„Oh Gott… Dein Mund fühlt sich so gut an…“
„Du pochst ja schon richtig. Warst du schon so hart, als ich mich am Tresen neben dich gesetzt habe?”
„J-ja… Bitte, hör nicht auf…“
„Du machst das toll, Baby. Du bist so brav für mich.”
„Bitte, ich… ich kann nicht…“
„Was kannst du nicht? Benutz deine Worte.”
„Ich kann… Ich kann nicht mehr länger…“
„Ja, komm für mich. Ich will dich auch endlich schmecken.”
„Fuck…“
„Gott, du warst absolut unglaublich… Ich hatte noch nie einen so guten Blowjob, geschweige denn eine so schöne Aussicht dabei.”
„Genau das brauchte ich nach heute.”
„Ich habe mich gefragt… ob wir vielleicht in Kontakt bleiben wollen? Ich wäre dumm, ein Naturtalent wie dich gehen zu lassen.”
Mein Bauch kribbelt voller ungewohnter Wärme, als wäre gerade ein ganzer Schwarm Schmetterlinge in mir erwacht. Ich wäre verrückt dazu nein zu sagen. Natürlich will ich mit ihn im Kontakt bleiben.
„Das würde ich sehr gerne.”
„Hasst du mich immer noch?”
„Oh, halt den Mund. Du bist echt unmöglich.”
„Und du bist der beste Mann, den ich je hatte.“ „Wir sollten unser Make-up richten… Wir sehen aus wie ein Wrack.”
„Ja, da hast du wahrscheinlich recht.”
„Weißt du… ich habe über unsere Gemeinsamkeiten nachgedacht.“
„Die, von denen du sagtest, ich hätte sie von dir kopiert?“
„Ich… ich meine, ja, irgendwie.“ „Ich dachte mir… Wir könnten sie nutzen. Zusammen eine Show daraus aufbauen… wenn du willst, natürlich.“
„Du fragst mich doch nur, weil du willst, dass ich dich wieder im Backstage ficke.“
„Wie kannst du sowas sagen?“ „Ich meine, ja, das spielt auch eine große Rolle, aber ich meine es ernst.”
„Ich denke, das würde mir gefallen.”