Wenn die Versuchung den Beichtstuhl erobert: Diese Episode zelebriert das gefährliche Spiel mit dem Verbotenen. Wer auf Power-Dynamics, sündhaften Dirty Talk und heißen Sex in der Öffentlichkeit steht, wird von diesem intensiven Audio-Porn-Erlebnis gefesselt sein. Tauche ein in eine Welt, in der Gebete gegen die Urgewalt der Anziehung machtlos sind und die Grenze zwischen Erlösung und Verdammnis in einem leidenschaftlichen Moment verschwimmt.
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Tief atme ich den vertrauten Geruch der alten, kleinen Kirche ein, während ich meine kalten Finger ineinander verschränke.
Früher roch mein Leben nach billigem Whiskey, Eisen und Schweiß - erst dem zahlloser Frauen, später dem meiner Mitinsassen. Jetzt riecht es nach Weihrauch, Staub und altem Papier.
Seit beinahe einem Jahrzehnt ist mein Leben bestimmt vom Taktmaß der Gebete und Pflichten. Disziplin ist die einzige Mauer, die das Tier in mir hinter Gittern hält.
Kein Alkohol, der das Blut durch meine Schläfen rauschen lässt. Keine Gewalt, die Knochen bricht und meine Knöchel wund zurücklässt. Kein Sex als Ventil für meine eigene Unzufriedenheit.
Nur die kühle Luft dieser kleinen Kirche und die einfache Existenz auf dem Land, seit ich mich dazu entschieden habe, ein Leben an der Seite Gottes zu führen.
Ich habe mir dieses Gefängnis selbst ausgesucht, Herr. Das weiß ich. Und ich nenne es meinen Frieden. Mein Exil.
Aber manchmal, im Vergleich zu meinem alten Leben, fühlt es sich an wie ein Leichentuch.
Für die Menschen in meiner Gemeinde bin ich zu einem Gefäß geworden, das ihren Schmerz und ihre Sünden sicher verwahrt. Ein Mann des Friedens und der Vergebung.
Aber für mich war dieses Leben der letzte Ausweg, das Biest in mir zu zähmen, ohne mich selbst dabei zu verlieren.
“Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Willkommen… Was führt dich heute in die Stille des Herrn?”
“Du musst nicht nervös sein. Dieser Raum kennt keine Urteile. Nur Vergebung.”
“Der Herr sei in deinem Herzen, damit du deine Sünden aufrichtig bekennst. Erzähle mir, was auf deiner Seele lastet.”
Du beginnst zu erzählen, dass es noch nicht lange her ist, seitdem du in die Nähe dieses Dorfes gezogen bist. Du lebst zurückgezogen und lässt dir wenig zu Schulden kommen, weshalb du dich oft fragst, ob du genug für andere tust.
Ich weiß, es ist meine Aufgabe dir gewissenhaft zuzuhören, doch da ist etwas in deiner Stimme, das mich ablenkt.
Sie ist wie flüssiger, warmer Honig, der meine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche augenblicklich verklebt.
Es passiert nicht oft, dass ich mich frage, wie eine Person auf der anderen Seite des Beichtstuhl-Gitters wohl aussehen mag. Doch die Weichheit und Zärte deiner Stimme bringt etwas in mir dazu, mich ein wenig nach vorn zu lehnen und einen Blick durch das Gitter zu werfen.
Deine Silhouette zeichnet sich im schwachen Licht des kleinen Schrankes nur schemenhaft ab, dennoch kann ich beobachten, wie deine vollen Lippen sich im Schatten bewegen, während du mir von deinen Sünden erzählst.
Sünden, die man kaum als solche benennen kann, wenn ich ehrlich bin. Du sprichst von Notlügen und gelegentlicher Ungeduld - Dinge, für die die meisten Menschen nicht einmal den Weg zu einer Kirche auf sich nehmen würden.
Doch deine Seele scheint rein zu sein. Klar und warm - wie deine Stimme.
Genauso wie ich, jetzt, wo ich näher an das Gitter herangerückt bin, ebenfalls feststellen kann, auch der süßliche Duft, der von dir ausgeht.
Der markant holzige Geruch des staubigen Beichtstuhls verschwimmt in einer Wolke deines eigenen Geruchs nach … Wärme… und süßen Blumen.
Nicht diese Art von Blumen, von denen ich Kopfschmerzen bekomme. Sondern reine, weiße Blüten im zarten Sonnenlicht, nachdem ein leichter Frühlingsregen auf warme Haut getroffen ist.
Du riechst nach … Freiheit.
“Deine Aufrichtigkeit ist bewundernswert. Es gibt Seelen, die hierher kommen, beladen von Schuld. Und auch sie finden Vergebung.”
“Ich verstehe, dass du dich nach Führung sehnst. Wir alle tun das von Zeit zu Zeit und Neuanfänge können herausfordernd sein.”
“Aber wisse, dass wir Führung oft dort finden, wo wir sie am wenigsten erwarten.”
“Bereust du diese Sünden von Herzen und hast den Vorsatz, dein Leben zu ändern?”
“Als Buße bitte ich dich die Augen nach Menschen in deiner Umgebung aufzuhalten, denen du helfen kannst. Hilf ihnen bei kleinen, alltäglichen Taten. Zusätzlich sprich drei Ave Maria.”
“Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt … So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.”
“Gehe hin in Frieden.”
Nachdem du deine Beichte abgelegt hast, habe ich erwartet, dich auch in der abendlichen Messe zu sehen. Ich habe dich gesucht, nach dir Ausschau gehalten.
Heute Abend, als das Licht der tiefstehenden Sonne durch die bunten Fenster meiner kleinen Kirche fiel und die Bankreihen in ein Meer aus Farben tauchte - umgeben vom warmen Licht der Messkerzen - habe ich jedes Gesicht abgesucht.
Jedes Mal, wenn die schwere Kirchentür knarrte, hielt ich für einen kurzen Augenblick den Atem an, in der Hoffnung, deinem unverwechselbaren Duft und deiner warmen Stimme ein Gesicht zuordnen zu können.
Aber du warst nicht da.
Meine Gemeinde hier draußen auf dem Land ist klein und ich kenne jedes Mitglied persönlich. Und ich bin mir sicher, ein neues Gesicht, DEIN Gesicht, wäre mir sofort aufgefallen.
Eine Woche später beginnt mein Herz zu rasen, als die Tür des Beichtstuhls zu meiner Nachbarkabine sich öffnet und mir augenblicklich dein unverwechselbarer Geruch in die Nase steigt.
Er ist stärker als beim letzten Mal, flutet den kleinen Schrank binnen Sekunden und vernebelt meinen Verstand in einer Wolke aus Gedanken, die sich ganz und gar nicht vergeblich anfühlen.
“Du bist zurückgekehrt.”
“Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.”
Während ich geistesabwesend das Prozedere der Beichte durchführe, verliere ich mich in der Wärme deiner Stimme. Ich könnte den ganzen Tag an deinen Lippen hängen, würde so viel dafür geben, zu wissen wie sie aussehen… wie sie sich anfühlen.
Gott, nein. So darf ich nicht fühlen.
Herr, steh mir bei. Eine Welle von Scham und Selbsthass schwemmt über mich und reißt mich augenblicklich zurück in die Realität.
Du erzählst mir von kleinen Fehltritten, die dich nachts oft nicht schlafen lassen und von einer Unruhe, die dich heimsucht, weil du nach etwas… Tieferem suchst.
“Etwas Tieferem?”
“Ich verstehe, dass du dich gesehen und gehört fühlen möchtest. Wir alle sehnen uns danach.”
“Und diese Unruhe, von der du sprichst, ist kein Feind, den du bekämpfen musst. Unruhe kann auch ein Erwachen sein.”
Ich spüre deinen Atem durch das feine Geflecht des Gitters. Er riecht frisch und nach dieser süßen Wärme, die mich die ganze letzte Woche verfolgt hat.
“Gott prüft uns auch durch das, was wir begehren. Nicht nur durch das, was wir fürchten. Aber manchmal gibt er uns durch eine innere Unruhe ein Zeichen, etwas zu verändern und… mutig zu sein.”
“Deine Buße für heute? Sie lautet Beständigkeit. Laufe nicht weg und stelle dich deinen Gedanken. Bleibe heute, wenn die Messe beginnt und suche nicht die Dunkelheit, wenn hier im Hause Gottes das Licht der Kerzen brennt.”
“Und damit spreche ich dich los von deinen Sünden. Geh hin in Frieden.”
Und beinahe schmerzt es mich, als du dich verabschiedest und - so schnell, wie du gekommen bist - meinen Beichtstuhl wieder verlässt.
Du kamst wieder. Jede Woche, immer zur selben Zeit.
Drei weitere Wochen. Drei weitere Beichten. Und kein einziges Mal bist du zur Messe geblieben. So auch heute.
Sobald das erste Licht der Kerzen die Bankreihen erhellt, verschwindest du aus meiner Kirche wie ein Geist. Und das obwohl unsere Gespräche den Rahmen einer Beichte jedes Mal ein bisschen mehr verließen.
Und während die Reihen sich langsam füllen, stehe ich vor ihnen mit gefalteten Händen. Doch das unangenehme Kribbeln in meinen Handflächen lässt sich nur schwer ignorieren.
Früher hätte ich eine Flasche irgendeines billigen Fusels geleert, oder meine Fäuste genutzt, um dieses Gefühl zu betäuben.
Oder ich hätte die erste hübsche Frau in irgendeiner Bar aufgerissen und sie nach Hause begleitet.
Jetzt bleibt mir nur das Gebet.
Aber heute Abend… Heute Abend während der Messe fühlen sich diese Gebete wie eine Lüge an.
Das Brennen in meinen Handflächen wird stärker, als ich das Buch Gottes hebe, um daraus zu lesen - beinahe so, als würde es mich als den Heuchler entlarven wollen, der ich bin.
Eigentlich sollten meine Gedanken beim Herrn sein, oder zumindest dabei, die Messe hinter mich zu bringen und die Kirche für morgen wieder herzurichten. Stattdessen wandern sie zurück in die Enge des Beichtstuhls.
In meinem Kopf höre ich deine Stimme wieder und wieder… Wie flüssiger Honig legt er sich um meinen Verstand und führt dazu, dass die mühsam errichtete Mauer meiner Disziplin langsam aufweicht.
Ich stelle mir vor, wie du im Schatten der alten Säulen stehst und mich dabei beobachtest, wie der Stoff meines Hemdes sich über meine verkrampften Schultern spannt.
Ich fühle mich wie ein Lügner. Ein Mann in meiner Position sollte nicht wissen, wie sich das Verlangen danach anfühlt, das Gitter im Beichtstuhl einfach beiseite schieben zu wollen.
Nach all den Jahren im Exil, umgeben von Regeln und Disziplin, dachte ich, dieses Gefühl in mir sei längst eingegangen. Verwelkt wie eine Blume ohne Wasser.
Doch ich kenne dieses Gefühl zu gut. Diese Gier. Dieses Verlangen.
Ich dachte, ich hätte es vor all den Jahren in der kahlen, grauen Zelle zurückgelassen. Ich habe dem Exzess abgeschworen.
Aber was, wenn die größte Sünde darin besteht, die Natur zu verleugnen, die Gott selbst uns gegeben hat?
Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich mir vorzustellen versuche, wie du im Licht aussiehst. Herausgetreten aus der Dunkelheit des kleinen Schrankes, hinein in den Kerzenschein und das Farbenspiel der Buntglasfenster.
Ich frage mich, ob deine Augen denselben Glanz haben wie deine Worte. Und in mir wächst der Wunsch, deinen einzigartigen Duft noch einmal zu riechen - ein Wunsch, der Woche für Woche wächst.
Als würde dieser vage Moment, diese flüchtige Veränderung meiner Umgebung, mich daran erinnern, dass ich dich mir nicht nur eingebildet habe. Dass du nicht nur ein Phantom bist.
“Gott, vergebe mir…”
Egal wie sehr mein Glaube - meine Moral - mich daran hindern wollen: Ich hoffe inständig, dass deine Suche nach Führung bald zu mir zurück leitet.
Denn ich fürchte, ich fange gerade erst an zu verstehen, dass auch ich jemanden brauche, der mir den Weg zeigt.
Gerade, als ich dabei bin, die letzten Kerzen nach der abendlichen Messe zu löschen, spüre ich es.
Ich höre es nicht, sondern kann es fühlen.
Es ist diese kaum greifbare Veränderung der Luft hinter mir. Eine Wärme, die von keiner Kerze stammt. Und ein Duft, der mich augenblicklich in meiner Bewegung erstarren lässt.
Süße Blüten, warme Vanille, Regen auf Haut. Freiheit…
Langsam schließen sich meine Finger um den Kerzenhalter aus Messing in meiner Hand, während mein Herz mit einer Wucht gegen meine Rippen schlägt, die mir den Atem raubt.
“Du bist hier…”
Für einen kurzen Moment lang traue ich mich nicht, mich umzudrehen. Vielleicht aus der Angst, dass du verschwindest, wenn ich es tue. Wie ein Trugbild meines Verstandes.
Doch vielleicht auch aus Angst davor, was passiert, wenn ich dich endlich sehe. Die Angst davor, dass du wirklich echt bist.
“Die Messe ist vorbei.”
Meine Stimme klingt tief, rauer als sie sein sollte. Nicht wie die eines Priesters. Sie klingt wie die eines Sünders, der seit Wochen zu wenig schläft, weil er zu viel verdrängt.
Doch du gehst nicht, bewegst dich keinen Zentimeter.
Und als ich es endlich schaffe, mich zu dir umzudrehen, trifft mich dein Anblick mit einer stillen Gewalt, auf die mich nichts hätte vorbereiten können.
Das kühle Licht des Frühjahrsmondes scheint durch die bunten Glasfenster und wirft rote, goldene und blaue Muster auf dein Gesicht. Du bist wirklich hier.
Und für einen kurzen Moment, siehst du nicht aus wie jemand aus Fleisch und Blut. Sondern wie ein Engel, der mir geschickt wurde, um mich zu prüfen.
Ich lasse meinen Blick über dich gleiten. Kurz bleibt er an deinen Augen hängen, dann an deinen geschwungenen Lippen.
Gott… In der Dunkelheit des Beichtstuhles habe ich mir nicht einmal annähernd vorstellen können, wie gefährlich es sein würde, dich endlich zu sehen.
“Was führt dich hierher?”
“Du bist hier, um nach Rat zu fragen? Weswegen?”
Deine Stimme ist fest und so ruhig, dass es beinahe grausam ist. Und doch liegt in deinen Worten etwas, das mich einnimmt. Etwas Offenes. Unausgesprochenes. Etwas, das längst nicht mehr nach geistlicher Führung klingt.
“Du… Du fühlst dich zu einer Verbindung hingezogen, die du nicht eingehen darfst? Zu einem älteren Mann?”
“Ein Mann, bei dem du dich geborgen fühlst, auch wenn seine Position eine Verbindung mit dir nicht zulässt?”
Mein Herz setzt einen Schlag aus - doch ich kann nicht sagen, ob es daran liegt, dass ich genau so fühle, oder an der Enttäuschung darüber, dass du dich zu jemandem hingezogen fühlst, der vermutlich nicht ich bin.
Aber was… Was wenn doch ich es bin, über den du sprichst? Mein Blick findet wieder deinen.
“Du stellst gefährliche Fragen…”
Ich will Abstand zwischen uns bringen. Will mich daran erinnern, wer ich bin. Was ich gelobt habe. Und vor welchem Monster ich geflohen bin.
Aber mit jeder Sekunde, die vergeht, verrät mein Körper mich mehr. Mit jedem Atemzug, jedem Herzschlag, jedem verzweifelten Gedanken, der mir sagt, dass es nur einen Schritt bräuchte, um meine Hand an deine warmen Wangen zu legen…
Und diese Erkenntnis macht mich krank. Weil ich genau in diesem Moment begreife, dass kein Exil der Welt einen Mann retten kann, der das Feuer in sich eingeschlossen hat, statt es zu löschen.
“Ich bin mir nicht sicher, ob ich der Richtige dafür bin, dir einen solchen Rat zu geben.”
“Weil ich nicht der bin, für den du mich hältst.”
“Ich könnte dir sagen, dass du gegen diesen Wunsch in dir ankämpfen musst. Dass Verlangen vergeht, wenn man nur lange genug betet.”
“Aber das wäre eine Lüge.”
Die bunten Muster aus Licht wandern über dein Gesicht, über deinen Körper und verwandeln deine Kurven, die sich unter deinem langen Kleid abzeichnen, in ein Gemälde der Versuchung.
Und ich frage mich, wie diese Nähe, dieser Wunsch in mir, mich zu einem Sündiger machen kann, wenn du dort vor mir stehst und aussiehst wie ein stiller Segen. Nicht verdorben und unrein. Sondern unerreichbar schön.
Dein intensiver Blick zieht mich zu dir und meine Beine gehorchen dem stummen Bann deiner Augen. Du könntest zurückweichen und ein Teil in mir wünschte sich, du würdest es tun. Doch natürlich bleibst du.
“Was, wenn ich nicht der fromme Pastor bin, für den die Gemeinde mich hält?”
Ich breche ab, als ich spüre, wie in mir etwas nachgibt. Etwas Altes. Gewaltiges. Nicht nur Begierde.
Es ist der Hunger. Der Besitzanspruch. Die absurde, schreckliche Sehnsucht danach, endlich mit dem Aufhören aufzuhören.
“Was, wenn ich derjenige bin, vor dem ich dich warnen müsste?”
“Bin ich nicht?”
“Wie kannst du das wissen?”
“Weil… ich es bin, zu dem du dich hingezogen fühlst?”
Du antwortest nicht sofort, aber da ist etwas in deinem Blick, das mich ruiniert. Es liegt keine Angst darin, keine Zurückhaltung. Nur diese leise, zitternde Erkenntnis - als hättest du genau darauf gewartet, dass ich auf dein Geständnis eingehe.
“Zehn Jahre. Zehn verdammte Jahre lang habe ich geglaubt, Disziplin wäre dasselbe wie Erlösung.”
“Doch dann tauchst du in meiner Kirche auf und ein Wort von dir, eine Nuance deines Geruchs, erschüttern all die Gitter, hinter denen ich das Monster in mir weggeschlossen habe.”
Ebendieses alte Monster ist es, das mich dazu bringt, die Hand zu heben und sie nach dir auszustrecken, während du noch immer, wie ein Engel in Person, aus deinen großen, schönen Augen zu mir aufsiehst.
Meine Finger verharren dicht vor deiner Wange. Nicht, weil ich mir nicht sicher bin, sondern um dir die Wahl zu lassen. Und schließlich bist du es, die sich ihnen entgegen lehnt.
Deine Wärme strömt in mich hinein wie der erste Sonnenstrahl einer Frühjahrssonne nach einem langen, kalten Winter.
“Wenn du jetzt gehst…dann werde ich dich nicht aufhalten.”
“Auch wenn ich den Rest meines Lebens damit verbringen werde, so zu tun, als könnte ich vergessen, wie es war, dich im Licht gesehen zu haben.”
Meine Finger streifen deine zarte Haut beinahe ehrfürchtig, als ich dir sachte eine Strähne deines Haares hinter dein Ohr streiche.
“Aber wenn du bleibst …”
“Dann kann ich dir nicht versprechen, dass du mich danach noch für einen guten Mann halten wirst.”
“Lauf - solange du noch kannst.”
Und schließlich, als du dich nicht aus meiner Berührung löst, sondern ihr entgegenkommst, deine Hand auf meine Brust legst, gibt es nichts mehr, das das Tier in mir noch zügeln könnte.
Meine Hände finden deine Taille und ich ziehe dich an mich, presse meine Lippen endlich auf deine und verliere mich in einem Sturm aus Leidenschaft und Sünde.
Du keuchst erschrocken auf, als ich dich gegen die kühle Steinwand der Kirche presse und ich nutze diesen Moment, und lasse meine Stirn atemlos gegen deine sinken.
Es gibt keine Gnade, kein Gebet mehr in mir, an das ich mich jetzt noch klammern könnte. Es gibt nur noch dich.
Dich im nächtlichen Schatten dieses heiligen Ortes. Dich unter meinem hungrigen Blick. Dich - so nah, dass zwischen uns kaum mehr Platz für Luft bleibt.
Für einen Moment schließe ich die Augen. Nicht um mich zu sammeln. Sondern um mich zu verabschieden. Von dem Mann, der ich in den letzten Zehn Jahren in dieser Kirche gewesen bin.
“Fuck, ich habe schon fast vegessen, wie sich das anfühlt.”
Dein Anblick, bereitwillig von mir gegen das kalte Gemäuer gepresst, macht etwas Dunkles in mir hungrig. Und ich weiß: DU wirst beides sein. Meine Verdammnis und meine Erlösung.
Ich presse mich dir entgegen, dränge meine Hüfte gegen deinen warmen Körper und versuche das schmerzhafte Pochen in meiner schwarzen Jeans zu ignorieren, das immer präsenter wird.
“Sieh nur, was du mit mir gemacht hast.”
Meine Hand gleitet langsam von deiner Taille aus höher, über deine Seite, hinauf zu den Rundungen deiner Brust, die sich unter dem weichen Stoff deines Kleides unter meinen Fingern abzeichnen.
Sachte streiche ich an ihren Konturen entlang - ein Widerspruch zu dem Griff meiner anderen Hand, mit der ich dich noch immer fest gegen die Wand gepresst halte - und entlocke dir damit ein zittriges Seufzen
“Wochenlang habe ich versucht, dich mir aus dem Kopf zu beten.”
“Und jetzt stehst du hier vor mir und siehst mich an mit diesem Blick… Als hätte ich jemals eine Chance gehabt.”
“War das dein Plan, hm?”
“Mich quälend langsam in den Wahnsinn zu treiben, so lange, bis ich die Beherrschung verliere?”
Meine Finger schließen sich fester um deine Hüfte, nicht hart genug, um dir wehzutun, aber sicher stark genug, um dich spüren zu lassen, was für ein Kampf in meinem Inneren tobt. Ein Kampf, zu dem du mich getrieben hast.
“Denn das ist dir gelungen. Du bist die erste Sünde, von der ich nicht erlöst werden will.”
Als deine Finger sich in meine Haare krallen und du mich noch näher an dich heranziehst, bahnen sich meine Lippen einen Weg hinunter zu deinem Hals. Ich küsse und lecke über deine warme Haut, sauge deinen intensiven Duft in meine Nase, während deine Lippen sich zu einem leisen Stöhnen öffnen, das mich rot sehen lässt.
“Du hättest weglaufen sollen, als du es noch konntest.”
Mit einem Ruck hebe ich dich hoch. Deine Beine schlingen sich instinktiv um meine Hüften, während ich dich an der Wand entlang zu dem großen Buntglasfenster im Kreuzarm meiner Kirche trage und dich auf dem steinernen Fenstersims absetze.
Ein zischender Laut entfährt dir, als die Kälte des Steins sich durch den Stoff deines Kleides frisst und auf deine erhitzte Haut darunter trifft, doch ich lasse dir keine Zeit zum Atmen.
“Setz dich hin. Ja, genau so.”
Deine Hände erkunden meinen angespannten Körper durch mein dünnes, schwarzes Hemd und meine Finger krallen sich in den Stoff deines leicht hoch gerutschten Kleides.
Verzweifelt suche ich nach dem Saum, schiebe den Stoff weiter nach oben, wobei du mich mit deinen Beinen noch näher an deine Mitte heranziehst.
Deine Finger finden die Knöpfe meines Hemdes und ohne, dass unsere Lippen sich voneinander trennen, öffnest du langsam einen Knopf nach dem anderen, bis deine Hände auf meine nackte Brust treffen.
Achtlos fällt mein Kollar heraus und landet auf dem steinernen Boden - zusammen mit meinem Eid, den ich geleistet habe.
Meine Fingerspitzen brennen wie Feuer, als ich endlich die weiche Haut deiner Oberschenkel unter ihnen spüren kann. Ich gleite deine Beine hinauf, während die jahrelange Zurückhaltung in mir zu Asche zerfällt.
“Fuck… Sieh mich an. Ich will, dass du siehst, wer ich wirklich bin.”
Mit deiner Hilfe streife ich dir das Kleid in einer schnellen Bewegung über den Kopf und das, was darunter zum Vorschein kommt, muss mein persönlicher Himmel sein.
Du trägst keinen BH und die Knospen deiner Brüste strecken sich mir erwartungsvoll entgegen, während eine leichte Gänsehaut über deinen Körper huscht. Und das kleine, goldene Kreuz, das zwischen deinen Brüsten an einer feinen Kette baumelt, bringt mich augenblicklich um den Verstand.
“Du bist wunderschön.”
Denn das bist du. Die bunten Muster, die das Mondlicht durch das Fenster auf deiner seidigen Haut hinterlässt, sind schöner als jedes Kunstwerk. Das Blau der Madonna, das Rot der Märtyrer …
Sie alle sehen zu, in diesem heiligen Haus. Und es ist mir egal. Ich kann nicht aufhören. WILL nicht aufhören.
Ich beuge mich zu dir hinunter, messe die Proportionen deines Körpers mit Küssen. Es sind vier Küsse von deinen Lippen zu deinem Ohr. Fünf Küsse, bis ich deinen Hals hinter mir gelassen habe. Sechs, bis meine Lippen auf deinen harten Nippel treffen, um den sie sich sanft legen.
Du stöhnst auf, lehnst dich zurück, als ich sanft daran sauge und ihn mit meiner Zunge umkreise, während meine Hüfte deiner Flucht folgt und die Härte in meiner Jeans sich gegen den dünnen Stoff deines Höschens drückt.
“Wie sehr willst du das hier?”
“Ich muss es hören. Sag mir, dass du das hier genau so sehr willst, wie ich…”
“Auch wenn es verboten ist…”
“Braves Mädchen.”
Ich dränge mich fester zwischen deine Knie, während meine Finger den Saum deines Höschens finden. Eilig ziehe ich es dir über die Hüften und als du deine Beine schließlich wieder für mich öffnest, erkenne ich das feuchte Glitzern deiner Lust im Mondlicht.
Augenblicklich öffnen deine Schenkel sich bereitwillig noch etwas weiter für mich und meine Finger finden deine Mitte. Sanft verteile ich deine Lust auf deiner Clit und beginne, sie zu umkreisen.
“Gott… Du bist so verdammt feucht für mich.”
Mit meiner anderen Hand öffne ich erst meinen Gürtel, anschließend meine Hose und befreie meinen vor Verlangen pochenden Schwanz aus seinem Gefängnis. Ich schließe meine Faust um ihn und bewege sie in langsamen Bewegungen auf und ab.
“Du konntest das hier kaum erwarten, oder? Wie oft hast du in meinem Beichtstuhl gesessen und darauf gewartet, hast heimlich gebetet, dass ich dich endlich nehme, hm?”
“Sag mir, dass du mich spüren willst.”
“Ja, genau so.”
Ich packe deine Oberschenkel fester, ziehe dich näher an die Kante und positioniere mich an deinem Eingang. Dann stoße ich zu.
“Oh Gott.”
Ich vergrabe meine Härte tief in dir, ohne die Rücksicht auf die Heiligkeit dieses Ortes. Ein ersticktes Stöhnen bricht aus dir heraus, das ich sofort mit meinen Lippen einfange.
Dann, langsam und tief, beginne ich, mich in dir zu bewegen.
""Spürst du das? Wie hart du mich gemacht hast? Das ist allein dein Verdienst.”
Ich beschleunige den Rhythmus meiner Stöße. Meine Finger graben sich in deine Haut, ziehen dich näher an mich heran und ich verliere den Verstand bei dem Anblick, der sich mir bietet.
Du, in meiner Kirche, nackt und mir ergeben, während ich mich wieder und wieder tief in dir vergrabe. Jedes Mal, wenn mein Körper gegen deinen schlägt, hallt es von den Wänden wieder. Jedes Stöhnen von dir steigert sich zu einer Symphonie unserer Lust.
“Ja, krall deine Finger in meine Schultern.”
“Genau so. Halt dich fest. Ich bin noch lange nicht fertig mit dir.”
Bei jeder unserer Bewegungen tanzen die bunten Lichter auf deiner Haut, während ich spüre, wie die jahrelange Zurückhaltung aus mir auszubrechen versucht.
“Gott, du fühlst dich so gut an. Dafür hat es sich gelohnt, zehn Jahre warten zu müssen.”
“Ich will, dass du das hier nie wieder vergisst. Ich will, dass du jedes Mal, wenn du meine Kirche betrittst, daran denkst, wie ich dich auf diesen Steinen genommen habe. Hast du das verstanden?”
Dominant greife ich in deine Haare und ziehe deinen Kopf an ihnen zurück, damit du mich ansehen musst, während ich spüre, wie sich die Lust in dir immer weiter aufbaut.
“Hast du das verstanden?”
Ich kann spüren, wie deine Beine beginnen zu zittern. Dein Stöhnen wird lauter, dein Atem flehender. Genau wie meiner.
“Fuck, du bist so kurz davor, oder?”
“Stöhn für mich. Zeig mir, wie gut es sich anfühlt.”
“Du bist so wunderschön, wenn du die Kontrolle verlierst."" Ich will, dass du für mich kommst.”
Wir umschlingen einander, jeder Stoß hart und schnell. Dein Stöhnen dringt gegen meine Lippen und ich kann nicht anders, als dich noch einmal zu küssen, während ich spüre, wie ich mich mit rasender Geschwindigkeit der Klippe nähere. Ich sehe hinab in dein Gesicht, sehe, wie kurz davor du bist, dich zu verlieren.
Und als ich sehe, wie deine zarten Finger nach dem feinen, goldenen Kreuz um deinen Hals greifen und sich darum verkrampfen, kann ich mich nicht länger zurückalten.
“Ja… Gott… Komm für mich. Jetzt!”
Mein Griff in deinem Haar lockert sich und ich ziehe dich atemlos an meine Brust. Beinahe liebevoll legst du deine Arme um mich und lehnst dich mir entgegen. Sanft lege ich mein Kinn auf deinem Kopf ab, während das Nachbeben unseres Höhepunktes langsam verklingt.
Obwohl wir gerade jede Regel gebrochen haben, für dessen Aufrechterhaltung ich in den letzten Jahren gekämpft habe, fühlt es sich nicht falsch an.
Es fühlt sich so an, als hättest du schon immer an meine Seite gehört. Dabei… Kenne ich doch nicht einmal deinen Namen.
Langsam löse ich mich von dir, meine Hand findet deine Wange. Sachte streiche ich mit dem Daumen über deine geschwollene Unterlippe.
“Mein Sakrileg…”
“War das der Rat, den du gesucht hast?”
“Gut.”
“Dann hoffe ich sehr darauf, bei der nächsten Beichte von dir zu hören, wie sehr du dich nach dieser Nacht gesehnt hast.”
“Aber für heute bin ich noch lange nicht fertig mit dir. Ich habe mich viel zu lange zurückgehalten.”