
In dieser angeleiteten BDSM-Folge lernt ihr zu zweit die Grundlagen des Spiels von Dominanz und Unterwerfung kennen. Bondage, Disziplin, Dominanz, Submission, Sadismus und Masochismus... hinter den vier kleinen Buchstaben steckt eine Menge Neues, über das man lernen kann.
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Hallo ich heiße Alexander.
Heute begleite ich dich und deinen Partner bzw. deine Partnerin durch diese BDSM-Folge. Vielleicht kennt ihr euch mit dieser Art von Sex schon aus oder ihr seid neugierig und möchtet etwas Neues ausprobieren. Ganz gleich, wie erfahren ihr schon seid, ihr seid hier richtig.
Heute geht es um sichere, angenehme und gute Intimität zwischen euch beiden. BDSM steht für Bondage, Disziplin, Dominanz, Submission, Sadismus und Masochismus. Vertrauen und Kommunikation stehen dabei immer im Mittelpunkt. BDSM wird von vielen falsch verstanden. Deshalb solltet ihr zu Beginn dieser Folge am besten alles vergessen, was ihr über BDSM zu wissen glaubt.
Heute konzentrieren wir uns darauf, BDSM und alles, was dazu gehört, neu für uns zu definieren. Wir probieren ein paar neue Dinge aus, um herauszufinden, was uns gefällt und - das ist am wichtigsten - was uns nicht gefällt.
Manche Menschen glauben, dass es bei BDSM nur darum geht, während dem Sex Schmerzen zu verursachen und auszuhalten. aber eigentlich sind die psychischen Vorgänge genauso wichtig wie die körperlichen.
Bei BDSM geht es um eine emotionale Verbindung und darum, die Grenzen, die gemeinsam bestimmt wurden, nicht zu überschreiten. Eigentlich dreht sich im Wesentlichen alles um Vertrauen.
Bevor wir weitermachen, solltet ihr es gemütlich haben. Setzt euch nebeneinander auf einen weichen Untergrund, z.B. ein Bett oder ein Sofa. Ein Ort, an dem ihr euch nah seid und intim miteinander werden könnt.
Wenn ihr es bequem habt, atmet tief ein und aus.
Sehr gut. Noch einmal.
Perfekt. Zieht euch jetzt gegenseitig aus. Seid zärtlich zueinander. Macht ganz langsam. Bis ihr beide nackt seid und euch wohl fühlt.
Seid ihr so weit? Gut. Sprechen wir über ein paar Grundsätze des BDSM. Sich darauf einzulassen, geschieht selten spontan, sondern sollte vorher geplant und von beiden Partner*innen ausdiskutiert werden.
Egal, auf welchem Level ihr einsteigt, ihr solltet unbedingt ein Safeword vereinbaren. Genau so wichtig ist es, im Voraus über Aktivitäten zu sprechen, bei denen ihr euch gut fühlt - oder eben nicht. Das Safeword sollte etwas Einfaches sein, das ihr euch leicht merken könnt. Doch sollte es kein Wort sein, das in einer Szene gesagt werden könnte, wie “Nein” oder “Stopp”.
Denkt euch etwas Einzigartiges aus. Vielleicht eine bestimmte Assoziation, die nur euch beiden etwas bedeutet. Oder etwas, das euch an eure Beziehung erinnert. Ich gebe euch einen Augenblick, damit ihr euch auf ein Safeword einigen könnt.
Habt ihr eins? Perfekt. Falls ihr mehr Zeit braucht, könnt ihr gerne auf Pause drücken. Wenn einer von euch beiden das Safeword sagt - ganz egal, wann - müsst ihr sofort aufhören, um die Sicherheit und das Wohlbefinden beider Partner*innen zu gewährleisten.
In dieser Folge spielen wir mit den Rollen “dominant” und “unterwürfig”. Im BDSM kontrolliert die dominante Person (auch bekannt als Dom) die unterwürfige Person (auch Sub genannt).
Der Dom bestimmt die Regeln für die Szene, z.B. dass der Sub ihn bei einem gewissen Namen nennen muss oder nicht ohne Erlaubnis kommen darf. Es ist wichtig, dass diese Regeln für beide Seiten in Ordnung sind. Die unterwürfige Person sollte auf keinen Fall etwas tun, womit sie sich nicht wohl fühlt.
Diese Rollen sind flexibel. Es kann gut sein, dass ihr keine wirkliche Neigung zur einen oder anderen Rolle habt. Das ist völlig in Ordnung.
Vielleicht gefallen euch sogar beide Perspektiven. Ein sogenannter “Switch” zu sein, also eine Person, die sich in jeder Rolle wiederfindet, ist ganz normal. Wir empfehlen euch, beide Seiten auszuprobieren, um euer Verlangen besser kennenzulernen. Setzt euch nun gegenüber und besprecht, wer in dieser Szene der Dom und wer der Sub sein wird.
Sehr gut. Solltet ihr mehr Zeit für eure Entscheidung brauchen, drückt einfach auf Pause und macht weiter, wenn ihr so weit seid. Ab sofort werde ich euch beide als Dom und Sub bezeichnen.
Bevor wir fortfahren, legen wir ein paar Regeln fest. Dom, entscheide jetzt, wie du deinen Sub nennen willst und wie er oder sie dich nennen soll. Klassische Beispiele sind: Sir, Meister, Daddy, Herr oder Herrin, Baby… Suche Namen aus, die für euch beide in Ordnung sind.
Hast du dich entschieden? Gut. Denke dir nun eine Strafe dafür aus, wenn dein Sub nicht die Namen verwendet, die du gerade bestimmt hast.
Vielleicht fünf Klapse auf den Hintern? Oder vielleicht muss dich dein Gegenüber oral befriedigen, wenn er oder sie sich nicht an deine Regel hält? Du bist frei in der Wahl der Bestrafung, stelle aber sicher, dass dein Sub die Konsequenzen kennt und sich damit wohl fühlt.
Sehr gut. Jetzt kann der Spaß losgehen. Dom, setz dich hinter deinen Sub und mach es dir bequem. Wir beginnen mit ein paar sanften Berührungen.
Wenn du so weit bist, greife um deinen Sub und spiele mit seinen oder ihren Nippeln. Erst ganz sanft und vorsichtig. Der Körper soll sich an deine Berührungen gewöhnen. Mach weiter und frag deinen Sub, ob es sich gut anfühlt, wenn du in seine oder ihre Nippel kneifst.
Das Gefühl, dass der Dom seinen Sub besitzt, und die daraus resultierende Verbindung können wahnsinnig erotisch sein. Sage deinem Sub, dass er oder sie dir gehört. Spiele mit den Nippeln, als wären sie deine. Mach das, was dir gefällt.
Küsse jetzt seinen oder ihren Hals. Fahre mit deinen Lippen über das Schlüsselbein. Finde einen Punkt, der sich für dein Gegenüber besonders gut anfühlt, und bleibe dort.
Lege deine Hände auf seinen oder ihren Kiefer und drehe den Kopf zu dir. Sprich laut aus, dass er oder sie hier und jetzt nur dir gehört.
Sag deinem Gegenüber ins Gesicht, dass er oder sie sicher ist, aber hier und jetzt dein Spielzeug ist. Und wenn er oder sie sich gut benimmt, gibt es eine Belohnung. Spiele weiter mit den Brustwarzen. Frag deinen Sub, ob er oder sie schon geil wird.
Sag deinem Partner bzw. deiner Partnerin, dass er oder sie sich nicht anfassen darf, egal, wie geil er oder sie ist. Ansonsten musst du ihn oder sie bestrafen.
Sehr gut. Denke kurz darüber nach, wie du dich gerade fühlst und ob du Spaß hast. Wenn nötig, kannst du die Folge pausieren und mit deinem Partner bzw. deiner Partnerin darüber sprechen, was euch an der Situation gefällt und was nicht.
Wenn ihr bereit seid, machen wir weiter. Wir brauchen jetzt eine Augenbinde, die irgendwo griffbereit liegen sollte. Dom, sag deinem Sub auf alle Viere zu gehen. Sub, strecke deinem Dom deinen Hintern entgegen und blicke geradeaus.
Dom, lege deinem Sub die Augenbinde an. Und wie abgemacht, wenn sich einer von euch beiden unwohl fühlt, müsst ihr nur das Safeword sagen, um sofort aufzuhören. Wenn ein Sinn eingeschränkt wird, verstärkt das die anderen. Und mit verbundenen Augen wird der Tastsinn viel schärfer.
Dom, reibe sanft den Arsch deines Gegenübers. Fahre mit deinen Händen die Kurve jeder Backe nach, wärme sie mit deinen Berührungen auf, drücke und knete den Hintern, genau so, wie es deinem Partner bzw. deiner Partnerin gefällt.
Wenn du möchtest, kannst du ein paar versaute Sachen sagen. Zum Beispiel kannst du deinem Gegenüber erzählen, was du mit ihm oder ihr machen willst oder wie sehr er oder sie dich anturnt, wie sehr du seine oder ihre Unterwürfigkeit zu schätzen weißt. Wenn du bereit bist, verpasse dem Hintern einen leichten Klaps.
Frag deinen Sub, ob es ihm oder ihr gefällt, den Hintern versohlt zu bekommen. Vielleicht wünscht sich dein Gegenüber, dass du sanfter oder härter mit ihm oder ihr umgehst. Sub - sag, was du denkst. Erkläre deinem Dom, was dir gefällt.
Dom, gib deinem Sub noch einen Klaps. Frage wieder nach, ob er oder sie gerne so von dir geklapst wird. Und mach es dann nochmal.
Sehr gut. Nehmt euch einen Moment Zeit, um zu besprechen, ob und was euch daran gefallen hat.
Wenn ihr mehr Zeit braucht, drückt auf Pause und macht weiter, wenn ihr bereit seid. Ansonsten fahren wir gleich fort. Dom, hilf deinem Sub, sich auf den Rücken zu legen. Die Augenbinde bleibt dran.
Ich gebe euch etwas Zeit, zu experimentieren. Dom, du kannst deinem Sub jederzeit neue Regeln mitteilen, an die er oder sie sich halten muss.
Du könntest zum Beispiel verlangen, dass er oder sie die Hände über den Kopf halten muss. Oder dass er oder sie dich nur mit dem Mund berühren darf. Kläre deinen Sub über alle neuen Regeln auf, die er oder sie von nun an befolgen muss.
Wenn ihr beide bereit seid, kannst du - Dom - deinen Sub auf die für euch übliche Art und Weise befriedigen.
Denke daran, dass du die Kontrolle über die Lust deines Subs hast. Experimentiere damit, dein Gegenüber zu berühren und die Stimulation zu unterbrechen. Diese Praktik nennen wir Orgasmuskontrolle. Sorge dafür, dass sich dein Sub gut fühlt.
Lass ihn oder sie für dich stöhnen. Dein Sub soll sich unter dir vor Lust krümmen und winden.
Jetzt hör auf. Er oder sie kann bitten und betteln, mach erst dann weiter, wenn du es für angemessen hältst.
Ich gebe euch wieder etwas Zeit, um mit dieser neuen Methode zu spielen. Sehr gut, wenn ihr währenddessen zum Höhepunkt kommt. Aber keine Sorge, wenn nicht. Mit dieser Übung sollt ihr nur herausfinden, ob BDSM etwas für euch ist.
Dom, wende eine Kombination der Aktivitäten an, die wir heute gelernt haben. Sprich zu deinem Sub, während du ihm oder ihr auf den Hintern klatschst. Oder verlange, dass er oder sie dich mit verbundenen Augen oral befriedigt.
Sollte dein Sub irgendeine deiner Regeln missachten, bestrafe ihn oder sie entsprechend der Vereinbarungen, die ihr am Anfang getroffen habt. Wenn euch dieses Spiel gefallen hat, überlegt euch möglicherweise neue Elemente, die ihr hinzufügen könntet.
Rollenspiele, Sensation Play oder Sinnesentzug sind nur ein paar der Themen, die wir in den nächsten Folgen dieser Serie behandeln werden.
Jetzt viel Spaß. Und spielt sicher.