Eine Begegnung zwischen Feuer und Wasser: Im Pool berühren sie sich vorsichtig, flirten, küssen sich sanft. Und dann vor dem knisternden Kamin verschmelzen sie endlich ineinander.

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Wie scharf?

23 MINS

Voices:

Lina
Paul
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Ein warmes, gedämpftes Licht tanzt auf der Wasseroberfläche. Draußen ist es längst dunkel geworden; der Winter steht schon spürbar vor der Tür. Auf der anderen Seite des Pools lodert ein Kaminfeuer. Es knistert leise, verströmt den Duft von Holz und Zitrus, der sich mit der feuchten Luft mischt – wie eine sanfte Umarmung.

Eben noch habe ich mit einem Mann, den ich kaum kenne, über unseren Alltag gesprochen – über Träume, To-dos, kleine Fluchten aus dem Leben. Ganz beiläufig, fast nüchtern. Und jetzt stehe ich hier. Kurz davor, ihn zu küssen. Kurz davor, etwas zuzulassen, das sich längst entschieden hat.

Meine Zehen tasten das warme Wasser, bevor ich langsam hinabgleite. Das Wasser empfängt mich weich, beinahe zärtlich. Ich beginne zu schwimmen, lasse mich treiben. Ach, diese Leichtigkeit. Wie gern würde ich sie mitnehmen in den Alltag. Dorthin, wo Pflichten, Termine und Erwartungen so schwer auf einem liegen. Hier dagegen zählt nur das Jetzt.

Ich höre, wie jemand den Pool betritt – das gleichmäßige Eintauchen eines Körpers ins Wasser. Ich drehe mich um und sehe ihn. Er lächelt. Dieses Lächeln, das mir vorhin, beim ersten Aufeinandertreffen, den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Mein Herz, eben noch ruhig, schlägt plötzlich schneller. Oh, diese Augen. Dieses Lächeln. Und jetzt sind wir hier – allein, in einem stillen Spa, irgendwo zwischen Feuer und Wasser.

“Sorry, ich hab meine Badehose nicht gleich gefunden. Ich hoffe, du musstest nicht lange warten?”

“Du hättest auch ohne kommen können.”

Da ist er wieder, dieser Ausdruck in seinem Gesicht – die Grübchen, die winzigen Falten um seine Augen, die mich sofort erwischen. Ohne nachzudenken, spritze ich ihn nass.

“Hey! Was soll das? Das kriegst du zurück.”

“Na komm, versuch's doch.”

Ich tauche ab, schwimme einen langen Zug, lasse mich im Wasser treiben.

Als ich auftauche, spüre ich, dass er direkt hinter mir ist. Sein Atem, dicht an meinem Nacken. Nur noch eine Handbreit trennt uns.

Ein Schauder zieht sich über meinen ganzen Körper – nicht vor Kälte, sondern vor Aufregung. Vor Lust.

Er kommt näher, bis sich unsere Körper sanft durch das Wasser berühren. Ich spüre seine Wärme, das Flattern in meiner Brust, das Brodeln tief in meinem Bauch. Es ist lange her, dass mich jemand wirklich berührt hat – nicht nur mit den Händen, sondern mit dieser stillen, elektrischen Nähe. Er beugt sich zu mir. Sein Atem streift meinen Hals, dann seine Lippen – warm, weich, zögernd. Ein erster Kuss, fast wie ein Flüstern.

Seine Küsse wandern von meinem Hals zur Schulter, werden intensiver. Mein Kopf fällt in den Nacken, und ich lasse es einfach geschehen. Meine Hände finden seinen Körper unter Wasser. Ich spüre die Konturen seiner Muskeln, das Leben unter seiner Haut. Seine Erregung drückt sich gegen mich – spürbar, selbst durch das dünne Gewebe seiner Badehose.

Er greift sanft meine Schultern, dreht mich zu sich. Wieder treffen sich unsere Blicke – diesmal tiefer, klarer, unmissverständlich. Ich kann mich kaum bewegen, das Verlangen löscht jeden klaren Gedanken. Er streicht mit einer Hand durch meinen Nacken, mit der anderen über meine Lippen. Ich schließe die Augen, öffne leicht den Mund. Meine Zunge trifft auf seinen Daumen, spielt damit, spürt seine raue Haut. Ein Tanz, leise und doch unendlich intensiv.

Langsam gleitet sein Daumen wieder aus meinem Mund, seine Hand umrahmt mein Gesicht. Er zieht mich zu sich – und dann treffen sich unsere Lippen. Zuerst zart, dann immer fordernder, bis alles um uns herum verschwimmt.

“Deine Lippen fühlen sich so weich an.”

“Und du schmeckst so unglaublich gut.”

Die Küsse werden tiefer, wärmer, dringlicher. Für einen Moment vergesse ich, dass wir in einem Spa sind. Dass irgendwo hinter der Glastür Schritte sein könnten. Alles, was bleibt, ist dieses Prickeln – diese Welle aus Wärme und Nähe, die mich überrollt.

Er löst sich kurz.

“Fuck, ich will dich spüren.”

Seine Finger finden die Schleife an meinem Bikinioberteil. Langsam, fast ehrfürchtig, löst er sie. Das Oberteil gleitet ins Wasser. Seine Hände streichen über meine Brüste, umkreisen die empfindlichen Punkte, und ich kann nur noch atmen, fühlen, zulassen.

Seine Hände gleiten von meinen Brüsten hinab, langsam, behutsam, als wollten sie jede Linie, jede Regung auswendig lernen. Mit jeder Bewegung steigt die Wärme tiefer in mir auf, bis mein ganzer Körper leise zu beben beginnt. Eine seiner Hände findet den Saum meines Stoffes, verweilt einen Augenblick dort, bevor sie sich tastend weiterbewegt. Behutsam erkundet er den Raum zwischen meinen Schenkeln – eine Berührung, so vorsichtig und doch so aufgeladen, dass sie mir den Atem raubt.

Seine Finger streifen wieder den Bund meiner Bikinihose, zögern einen Moment – dann gleitet seine Hand vorsichtig darunter, als wolle sie das Geheimnis meiner Haut erahnen, nicht erobern. Er streift über die warme Haut, dort, wo jede Berührung intensiver wird – nicht fordernd, sondern behutsam, beinahe ehrfürchtig. Ein leises Zittern durchläuft mich, die Hitze in mir wächst, bis ich seiner Berührung etwas entgegensetzen muss.

Wie von selbst findet meine Hand den Weg zu seinem Körper, dorthin, wo sich seine Spannung deutlich unter dem Stoff abzeichnet. Ich spüre seine Erregung deutlich durch den Stoff, fest und warm unter meiner Hand – und doch halte ich inne, zögere, als wollte ich den Moment noch einen Atemzug länger auskosten.

Unser Kuss vertieft sich, wird drängender, hungriger – als würde alles um uns verschwimmen. Ich verliere mich in seinem Atem, in der Wärme seiner Haut. Ein Gedanke flackert in mir auf, leise, aber unüberhörbar: Ich will ihn. Ich will ihn spüren – ganz.

“Sollen wir vielleicht rausgehen?”

“Klingt nach einem guten Plan.”

Wir steigen gemeinsam aus dem Pool. Das Wasser rinnt an mir herab, und erst jetzt spüre ich, wie das Oberteil lose an meinem Rücken hängt – nur der Knoten unten hält noch. Ich lächle, halb über mich selbst, halb über die Situation.

“Du hast da wohl was angefangen, was du nicht beendet hast.”

Er lacht leise, hebt seine Brauen.

“Willst du, dass ich’s fertig mache?”

“Alles gut, ich mach das schnell selber.”

Ich löse den letzten Knoten, langsam, fast gelassen, und halte das nasse Stoffstück kurz in der Hand, bevor ich es an den Beckenrand werfe.

“So ist’s besser.”

Für einen Moment bleibe ich einfach stehen. Das Licht des Feuers bricht sich auf meiner Haut, das Wasser glitzert wie feine Kristalle. Er sieht mich an – nicht fordernd, nicht überrascht, sondern still, ruhig, mit dieser Wärme in den Augen, die alles in mir weich werden lässt. Er reicht mir ein Handtuch, seine Augen bleiben an mir hängen – nicht gierig, sondern warm und aufrichtig.

“Hier. Bitteschön.”

“Oh, danke.”

Das Handtuch fühlt sich rau auf meiner warmen Haut an. Er nimmt sich ebenfalls eines, fährt sich damit über den Körper. Diese Selbstverständlichkeit in seinen Bewegungen – ruhig, sicher – zieht mich noch mehr an als alles andere.

Er nimmt meine Hand. Unsere Finger verschränken sich. Wir gehen nebeneinander, langsam, noch immer feucht vom Wasser. Ich spüre den warmen Luftzug auf meiner Haut. Der Raum wirkt stiller als zuvor, dichter, als hielte er den Atem an. Er führt mich zu einer der breiten Liegen am Rand des Pools – rund, mit weißem Leinen bezogen, leicht beleuchtet vom Feuer. Wir stehen uns gegenüber, das Licht des Feuers spiegelt sich in seinen Augen.

“Alles okay?”

“Ja. Es ist einfach so schön. So echt.”

“Wie ein kleiner Urlaub?”

“Ja. Wie ein kleiner Urlaub.”

“Dann lass uns diesen Urlaub genießen.”

Er zieht mich wieder an sich. Unsere Lippen finden sich – diesmal ohne Zögern.

Er hält inne, unsere Lippen nur einen Hauch voneinander entfernt. Mit seinen Fingern fährt er mir über die Wange, schiebt eine feuchte Strähne beiseite – eine Bewegung, so leise, dass sie fast wie ein weiterer Kuss wirkt.

“Du bist wunderschön, weißt du das?”

Ich lächle, ein bisschen unsicher, ein bisschen überrascht. Es ist lange her, dass jemand das so ehrlich gesagt hat – nicht, um etwas zu bekommen, sondern weil er es fühlt.

Er beugt sich vor, küsst mich. Erst vorsichtig, dann wieder tiefer. Sein Geschmack ist warm und vertraut, als hätten wir uns schon unzählige Male geküsst.

Ich fühle seine Hände auf meiner Taille, spüre, wie er das Handtuch von mir gleiten lässt. Der Moment, in dem es fällt, ist kein Schamgefühl – eher Befreiung. Ich erinnere mich daran, wie ich mich früher oft versteckt habe. Wie ich versucht habe, meine Rundungen zu kaschieren, meinen Körper zu zähmen. Jetzt nicht. Jetzt stehe ich da, wie ich bin – und er sieht mich an, als gäbe es nichts, das er ändern wollte.

Er tritt einen Schritt näher, seine Wärme berührt meine Haut. Ich greife nach seiner Hand, ziehe ihn mit mir – einen halben Schritt rückwärts, bis die Rückseite meiner Beine die Matratze streift. Ich lasse mich fallen, sinke in das weiche Bett, während er sich über mich beugt. Sein Blick wandert über mich, langsam, tastend, voller Neugier und Wärme. Dann seine Lippen: mein Hals, meine Schulter, meine Brust.

Er lächelt gegen meine Haut, als würde er meine Reaktion genießen. Seine Zunge zeichnet Kreise, seine Hände gleiten meinen Körper hinab, erkunden ihn mit Geduld und einer Ruhe, die fast zärtlicher ist als alles andere. Ich atme tief, schließe die Augen. Der Moment dehnt sich. Er löst den Knoten meiner Bikinihose, zieht den Stoff langsam zur Seite. Das leise Rascheln mischt sich mit meinem Atem. Er gleitet tiefer. Sein Atem streift meine Hüften, dann meine Schenkel. Ein Zittern läuft durch mich – noch bevor seine Lippen mich wirklich berühren.

“Du bist so schön.”

Ich will etwas erwidern, aber die Worte bleiben in meinem Hals hängen. Ich spüre seinen Mund auf mir – warm, langsam, suchend. Ein Laut entweicht mir, ungewollt, ehrlich.

Seine Lippen finden meinen sensibelsten Punkt, ganz sacht, fast zögernd – als wolle er erst erahnen, wo mein Atem stockt. Dann verändert sich seine Berührung: nicht mehr nur seine Lippen, auch seine Zunge beginnt, meine empfindlichsten Stellen zu erkunden – feiner, tiefer, suchender.

Mit jedem Atemzug wird seine Bewegung vertrauter, sicherer – als würde er den Rhythmus meines Körpers lesen, jeden Laut, jedes Zittern verstehen. Ein warmer Strom breitet sich in mir aus und fließt bis in meine Fingerspitzen. Es fühlt sich unbeschreiblich gut an. Ich verliere jedes Gefühl für Zeit, sinke tiefer in den Moment.

Jede seiner Bewegungen durchdringt mich wie eine Welle – leise, beharrlich, immer stärker. Ich sauge jede Regung auf, jede Nuance, bis sich die Wärme in mir zu etwas Größerem verdichtet – ein leises Beben, das wächst und wächst.

Dann bringt er seine Finger ins Spiel – langsam, mit einer Ruhe, die mich den Verstand verlieren lässt. Seine Berührung ist tastend, suchend, fast andächtig, als wolle er herausfinden, wie dieses Verlangen klingt, wie es atmet. Er streichelt zart dort, wo mein Innerstes beginnt – eine Berührung, so vorsichtig und achtsam, dass sie mehr verspricht, als sie preisgibt. Langsam gleitet ein Finger in mein warmes Inneres – behutsam, suchend, vertraut. Er bewegt sich erst langsam, mit Bedacht, dann folgt ein zweiter Finger – die Bewegungen werden tiefer, intensiver, fordernder.

Ich verliere jedes Zeitgefühl. Alles, was zählt, ist dieses Gefühl – das Ineinanderfließen von Wärme, Haut, Atem. Er weiß, was er tut – nicht hastig, nicht wild, sondern so, als würde er jede Bewegung lesen, jede Reaktion verstehen wollen. Mein ganzer Körper bebt. Die Wellen werden stärker, dichter – bis ich spüre, dass ich kurz davor bin, mich völlig hinzugeben.

Ich greife nach seiner Hand, schließe sie fest um meine. Ein stilles Zeichen: Ich bin da. Mein Körper spannt sich an, löst sich wieder. Mein Atem beschleunigt sich – bis er kurz aussetzt. Ich will ihn ganz. Ich gleite meine Hände an seinen Armen entlang, greife sanft in sein Haar und ziehe ihn zu mir nach oben.

Unsere Lippen treffen sich, erst vorsichtig, dann gierig. Ich schmecke mich auf seinen Lippen, warm, vertraut. Er lächelt gegen meinen Mund, dieser kleine Laut, halb Lachen, halb Seufzen.

“Hast du ein Kondom?”

“Ja, Moment.”

Er versucht, sie zu öffnen – vergeblich. Unsere Blicke treffen sich, wir müssen lachen. Der Moment bricht die Spannung nicht, er macht sie echter. Ich nehme ihm das Päckchen ab, reiße es auf – etwas unbeholfen, mit vom Wasser aufgeweichten Fingern.

“Teamwork.”

“Ganz eindeutig.”

Wir lachen leise, während unsere Körper sich wiederfinden. Er hält noch das Kondom, aber ich lege meine Hand auf seine Brust und drücke ihn sanft zurück. Die Matratze gibt nach und er sinkt auf den Rücken. Ich streiche mit den Händen über seine Hüften, greife nach dem Stoff seiner Badehose und ziehe sie langsam über seine Beine. Der Moment dehnt sich – ruhig, vertraut – nur Atem, Haut, Nähe. Er streift das Kondom über, langsam, fast mit Bedacht.

Er stöhnt auf, und ich lasse mich über ihn sinken, setze mich auf seine Oberschenkel. Mein Atem stockt, zwischen uns bleibt nur noch ein Atemzug Raum – dort, wo sich unsere Lust gleich finden wird. Ich spüre seine Wärme, seine Spannung, dieses leise Zittern unter meiner Haut.

Für einen Moment halte ich inne. Sein Blick ruht auf mir – offen, ungeduldig, zugleich voller Zärtlichkeit. Ich beuge mich leicht vor, lege meine Hände auf seine Brust, spüre, wie sie sich mit jedem Atemzug hebt und senkt.

Ich führe ihn langsam in mich, lasse mir Zeit, bis er ganz in mir ist. Unsere Bewegungen finden sich, langsam, fast tastend, bis wir denselben Rhythmus atmen.

Die Luft zwischen uns flirrt, jeder Muskel gespannt, jeder Gedanke verloren. Ich bewege mich sanft, folge seinem Atem, seinem leisen Stöhnen, diesem kaum hörbaren Zittern in seiner Stimme. Alles wird fließend – Wärme, Haut, Nähe, wir.

Mit jeder Bewegung verdichtet sich das Gefühl in mir – warm, pulsierend, immer tiefer. Ich bin nah dran. Meine Bewegung löst sich von seinem Rhythmus – ich finde meinen eigenen.

Ich kreise langsamer, tiefer, bis sich alles in mir anspannt, bereit, sich zu lösen.

“Ich komme.”

Mein Körper bebt. Jede Faser ist noch voller Nachhall.

Wieder finde ich seinen Rhythmus, lasse mich darin tragen, spüre, wie auch er sich dem Höhepunkt nähert. Ich werde wieder schneller, folge dem Puls zwischen uns. Unter mir spannt sich sein Körper, sein Atem wird tiefer – bis sich alles in einem letzten Aufbäumen entlädt.

“Fuck ja!”

Ich sinke gegen ihn, fühle seinen Herzschlag an meiner Wange, schnell, unregelmäßig, ehrlich. Für einen Moment ist alles ruhig. Nur das Knistern des Feuers, unser Atem, unsere Haut. Er legt den Arm um mich, zieht mich näher zu sich. Ich lächle, halb erschöpft, halb überwältigt.

“Das war wunderschön.”

“Ich wollte gerade dasselbe sagen.”

Ich sehe ihn an, schüttle den Kopf und grinse.

“Dann sag’s trotzdem.”

Er lacht leise, zieht mich fester an sich.

“Es war wunderschön. Danke.”

Er gibt mir einen Kuss auf die Stirn. Wir liegen still. Kein Wort mehr nötig. Nur dieses leise, warme Nachhallen zwischen uns.

Das Feuer im Kamin glimmt nur noch leise, doch auf meiner Haut brennt etwas weiter, zart, still und unaufhaltsam. Und dann – seine Lippen wieder auf meinen. Zuerst sanft, dann tiefer. Und plötzlich weiß ich: Der Abend ist noch nicht vorbei.