
Interessierst du dich für Impact Play? Aber du hast keine Ahnung, wo du anfangen sollst? In diesem Sex Guide für Paare erfährst du alles über Spanking, Schlagen beim Sex und andere Arten von Impact Play.
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Hallo, ich bin Kim.
Heute beschäftigen wir uns mit dem sogenannten Impact Play bzw. Mit einvernehmlichem Schlagen und Geschlagen werden.
Schon klar, das klingt vielleicht für manche bestimmt etwas einschüchternd - aber ich kann euch versprechen, dass es dabei nicht nur um Schmerzen, sondern vor allem um Lust geht.
Viele Menschen finden es sehr erregend, wenn sie eine Ohrfeige oder einen Klaps bekommen oder verteilen, oder einfach nur dabei zusehen. Das ist etwas ganz Normales und kein Grund, sich zu schämen.
Manche Personen bekommen von den Schmerzen einen Adrenalinrausch, der sehr erregend sein kann. Andere wiederum stehen auf die psychologischen Aspekte von Praktiken wie Spanking, Choking & Co - hier spielen Dominanz und Unterwürfigkeit eine große Rolle.
Weil es bei dieser Art des Liebesspiels zu unbeabsichtigten Verletzungen kommen kann, ist es besonders wichtig, seinem Gegenüber voll und ganz zu vertrauen. An erster Stelle stehen beim Impact Play auf jeden Fall Vertrauen, Kommunikation und die Einwilligung aller involvierten Personen.
So wie bei fast allen BDSM Praktiken ist es auch hier wichtig, vorher alles genau durchzusprechen. Jeder Mensch reagiert anders auf Schmerzen, speziell auf unerwartete, also sollte man sich erstmal ganz langsam an die Sache herantasten.
Ganz egal ob ihr schon Erfahrungen mit Impact Play habt, oder ob das für euch noch ganz neu ist, ich werde euch gleich ein bisschen Zeit geben, um zu besprechen, was ihr euch darunter vorstellt, und was eure Erwartungen sind.
Vielleicht wisst ihr ja schon, dass es euch anmacht, geschlagen zu werden, und ihr seid neugierig, es mal mit einem Paddle oder einer Peitsche zu probieren. Oder vielleicht wisst ihr noch gar nicht, ob diese Sache überhaupt etwas für euch ist.
Nun ein paar Fragen, die ihr euch in den nächsten Minuten stellen solltet. Wollt ihr eure Hände oder Spielzeuge benutzen? Oder vielleicht beides?
Wollt ihr Spuren auf dem Körper des anderen hinterlassen? Wo dürfen diese Spuren überall zu sehen sein? Wer übernimmt den aktiven und den passiven Part? Oder wollt ihr euch abwechseln?
Und zu guter Letzt solltet ihr besprechen, welche psychologischen Effekte euch am Impact Play interessieren. Wollt ihr erniedrigt werden? Geht es um Bestrafung? Oder sollen die Schläge eine Belohnung sein?
Also, falls diese Dinge noch nicht klar sind, dann bitte ich euch, an diesem Punkt kurz auf Pause zu drücken und alles in Ruhe zu besprechen. Sobald ihr fertig seid, drückt einfach wieder auf “Play” - ich warte solange auf euch.
Bereit? Dann legen wir los.
Nachdem wir also die Grundlagen besprochen haben, müssen wir noch das Thema Sicherheit klären. Beim Impact Play ist es besonders wichtig, die Grenzen des Partners oder der Partnerin zu kennen. Dabei geht es nicht nur darum, was man tut oder nicht tut - sondern auch darum, die mentalen und körperlichen Limits des jeweils anderen zu kennen und zu respektieren.
Wie bei allen BDSM Praktiken solltet ihr ein Safeword festlegen, falls sich jemand unwohl fühlt oder den Akt abbrechen möchte. Ich geben euch einen Moment, damit ihr euch auf ein Safeword einigen und eure Grenzen besprechen könnt.
Wir hören uns in etwa 30 Sekunden wieder.
Fertig? Sehr schön. Falls ihr noch mehr Zeit braucht, dann könnt ihr die Folge natürlich pausieren und später weiterhören.
Okay, unsere Grenzen und unser Safeword sind jetzt festgelegt. Und wir wissen, was wir tun wollen - zumindest theoretisch. Und jetzt tun wir’s einfach.
Erstmal gebe ich euch eine kleine Einführung zum Thema Spanking. Danach könnt ihr mit Praktiken wie Slapping, Caning und sogar Flogging weitermachen. Aber bleiben wir jetzt erstmal bei den Grundlagen. Nachher lasse ich euch alleine, und ihr könnt euch ganz nach Belieben austoben.
Okay, macht es euch jetzt gemütlich. Ob auf dem Bett, auf der Couch oder ganz woanders, ihr habt die freie Wahl. Es ist nur wichtig, dass ihr ungestört seid und euch wohl fühlt.
Tief einatmen und ausatmen. Sehr gut. Entspannt euch und atmet nochmal tief ein und wieder aus. Perfekt.
Falls ihr noch nicht wisst, wer heute austeilen und wer einstecken soll, dann solltet ihr diese Entscheidung nun treffen. Ich habe jetzt eine kleine Aufgabe für den aktiven Part.
Bevor du das Spanking an deinem Gegenüber ausprobierst, versuche es zuerst bei dir selbst. Es muss nicht unbedingt auf den Hintern sein. Auch die Innenseite deines Armes oder deine Oberschenkel eignen sich gut dafür.
Gib dir einen leichten Klaps mit ausgestreckten Fingern und achte darauf, was du fühlst.
Es wird dich vielleicht überraschen, dass dein Gehirn und dein Körper das Wort “leicht” ganz unterschiedlich auslegen. Achte auch besonders auf Gefühle wie Kribbeln oder Stechen auf der Haut. Jetzt versuche es nochmal, aber presse deine Finger diesmal zusammen.
Fühlt sich anders an, oder? Der Unterschied ist nicht groß, aber vermutlich wirst du spüren, dass dich ein Klaps mit geschlossenen Fingern etwas härter trifft.
Der Unterschied entsteht durch eine minimale Änderung der Handposition und der einwirkenden Kraft - das solltest du immer im Hinterkopf behalten, wenn du jemand anderen auf diese Art schlägst.
Außerdem solltest du nie vergessen, dass sich ein für dich “leichtes” Spanking für eine andere Person ganz anders und viel härter anfühlen kann.
Okay, jetzt sollte der passive Partner, auf Hände und Knie gehen und den Po rausstrecken. Du bleibst eine Weile in dieser Position, also mach es dir so gemütlich wie möglich.
Der aktive Partner gibt seinem Gegenüber jetzt 10 Klapse auf den Po. Nach jedem Schlag sollte der passive Partner den Schmerz auf einer Skala von 1 bis 10 einordnen
Diese Übung wird euch beiden dabei helfen, die Schmerzgrenzen zu testen und herauszufinden, bis zu welchem Punkt ihr gehen wollt.
Beim Austeilen dieser 10 Klapse solltest du sowohl die Stärke der Schläge als auch die Position deiner Finger variieren. Okay, alle bereit? Dann kommt jetzt der erste Klaps. Und los.
Gut gemacht. Schlag nochmal zu.
Perfekt. Gleich nochmal.
Und der vierte.
Okay, die Hälfte ist geschafft. Weiter gehts.
Sehr schön. Und nochmal.
Jetzt der siebte Klaps.
Ihr macht das sehr gut. Acht.
Fast fertig. Nochmal.
Und… der letzte Klaps.
Sehr gut. Wahrscheinlich sind euch ein paar Sachen aufgefallen.
Der passive Partner spürt bestimmt, dass sein oder ihr Po kribbelt oder sticht - das ist völlig normal. Außerdem ist die Aufschlagstelle möglicherweise ziemlich warm. Auch das ist normal und bedeutet bloß, dass dein Körper jetzt für intensivere Schläge bereit ist.
Wenn deine Haut sich warm oder sogar heiß anfühlt, dann deutet das auf eine gesteigerte Durchblutung hin, die durch einen Aufschlag ausgelöst werden kann. Es bedeutet aber auch, dass dein Körper Endorphine ausschüttet, die deine Schmerztoleranz erhöhen.
Der aktive Part hat vielleicht bemerkt, dass die eigene Hand jetzt rot oder ein wenig taub ist. Vielleicht bist du sogar etwas außer Atem. Um die Hände zu schonen, kann man stattdessen Spielzeuge wie Stöcke oder Gerten verwenden.
Wenn ihr euch für solche Hilfsmittel interessiert, dann könnt ihr diese Übung einfach damit wiederholen. Solche Spielzeuge können sich ganz anders anfühlen als eine Hand, also sollte man sehr vorsichtig beginnen.
Jetzt wisst ihr über die Grundlagen von Spanking bescheid, also gebe ich euch ein wenig Zeit, um dieses neue Wissen weiter auszutesten. Bevor ich euch verlasse, noch ein paar wichtige Sicherheitshinweise:
Wenn ihr nicht nur den Hintern eures Partners oder eurer Partnerin versohlen wollt, dann gibt es natürlich noch andere Körperstellen, die sich sehr gut für Schläge oder Klapse eigenen. Dazu zählen die Rückseite der Oberschenkel, die Brüste und das Gesicht. Einige Körperregionen sollten man aber auf jeden Fall vermeiden.
Dazu zählen die Ohren, der Hals, die Wirbelsäule und Gelenke, also Handgelenke, Ellenbogen und Knöchel.
Jetzt habt ihr Zeit, mit verschiedenen Varianten zu experimentieren. Wenn ihr Lust habt, könntet ihr auch unterschiedliche psychologische Aspekte ausprobieren, zum Beispiel mit einer Augenbinde, indem ihr euren Partner übers Knie legt oder andere Körperteile schlagt.
Ganz egal, wofür ihr euch entscheidet, bitte vergesst nicht, euch nach dem Spielen Zeit füreinander zu nehmen und das Erlebte gemeinsam wirken zu lassen.
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.