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“Rose. Du bist perfekt. Beweg dich nicht. Ich will dich ansehen.”
“Seine Aufmerksamkeit, seine Autorität, es ist so sexy. Das Gefühl ist berauschend und macht mich mutiger. Abenteuerlustiger. Ich will, dass er mich sieht. Ich will, dass er mich berührt. Ich brauche seine Berührung. Mein Körper ist elektrisiert vom verzweifelten Bedürfnis, seine Hände auf mir zu spüren. Meine Pussy pulsiert und ich spüre quasi, wie hart meine Brustwarzen sind, die inzwischen nackt in die Luft ragen. Er ist noch angezogen, berührt mich nicht mal, und ich stehe nackt vor ihm, bis auf meine Strumpfhose und High Heels. ”
“Kann ich? Ich muss wissen, ob du das wirklich willst. Darf ich dich berühren, Rose?”
“Ich habe noch nie einen Mann so mit mir reden hören. Mit rohem Verlangen, auf eine so gebieterische und doch vorsichtige Art. Es durchflutet mich eine Welle der Verzweiflung. Ich bin so feucht. Ich spüre meine Reaktion auf ihn an der Innenseite meiner Oberschenkel.”
“Ja. Berühr mich.”
“Ich erwarte, dass er auf mich zukommt, mich küsst, aber er tut es nicht. Stattdessen kniet er sich hin, umfasst meinen Oberschenkel und hebt mein Bein an, bis – Oh Gott. Bis meine Ferse auf seiner Schulter ruht, meine Beine weit gespreizt sind und er daran entlang küsst, bis-”
“Er meine Pussy erreicht.”
“Mein Rücken wölbt sich gegen die Tür, seine Zunge ist heiß und sanft, als er mich öffnet und meine feuchten Lippen präzise spreizt. Gott, es fühlt sich unglaublich an.”
“Verdammt, du schmeckst so gut, du bist so feucht für mich. So gut.”
“Sein Mund auf mir ist so gut, so perfekt. Ich hatte keine Ahnung, wie sehr ich das brauche. Er macht immer weiter und lässt nichts unerforscht, während er mich leckt und küsst, saugt und umkreist. Er stößt seine Zunge in meine Pussy. Ich kann die verzweifelten Geräusche nicht unterdrücken, die in mir aufsteigen, während er mich an die Tür drückt und leckt. Ich war noch nie so empfindlich, aber ich wurde auch noch nie im Stehen mit der Zunge verwöhnt, also – Er trifft die perfekte Stelle, und mein ganzer Körper drängt sich in seinen Mund, meine Hüften kreisen wie von selbst, während ich mich an seinen perfekten Lippen reibe. Ich bettele um mehr. Gott, ich brauche.”
“Mehr, ja. Hör nicht auf.”
“Gefällt dir das? Genau hier?”
“Er macht es wieder und leckt mich mit einer langen, kreisenden Bewegung bis zu meiner Clit, mit einem Druck, der Zeit und Raum durchdringt und meinen Verstand leer fegt. Alles, was bleibt, ist die verzweifelte Sehnsucht nach diesem Mann. Er verwöhnt mich so gut, seine Zunge, das perfekte Tempo und der perfekte Druck, seine Lippen saugen so fest und lange an meiner Clit, dass ich verzweifelt bin, aber er gibt mir nie genug.”
“Bitte, verdammt, bitte Ben. Bitte.”
“Du willst, dass ich weitermache? Dann will ich, dass du kommst. Reite mein Gesicht, Rose, und komm für mich.”
“Ja, ja, genau da.”
“Ich bin so kurz davor, und ich weiß nicht, ob es an seinen Worten oder der Situation liegt, aber, es ist völlig egal, wenn es sich so verdammt gut anfühlt. Ich tue genau, was er verlangt. Ich bewege meine Hüften, reibe meine Pussy an seiner Zunge. Mein Orgasmus baut sich schnell und heiß auf und durchströmt mich wie ein Lauffeuer, das ich nicht aufhalten kann und auch nicht aufhalten will.”
“Oh, ich bin kurz davor.”
“Komm.”
“Das war-”
“Erst der Anfang. Wo ist das Schlafzimmer?”
“Sein Mund ist feucht von mir, seine Lippen glänzen und sind geschwollen, aber er wischt sie nicht ab, bevor er seinen Kopf zu meinem bewegt und mich heftig küsst. Ich kann mich selbst auf seiner Zunge schmecken. Es ist so heiß.”
“Wir küssen uns und gehen den Flur entlang zum Schlafzimmer, zwischen verzweifelte Sehnsucht und aufspringenden Knöpfen, während ich ihm das Hemd ausziehe. Ich will ihn spüren.”
“Ausziehen. Ich will dich nackt.”
“Du bist ganz schön needy, hm?”
“Ich kann nicht mal widersprechen, denn ich bin needy. Und verzweifelt und ungeduldig und weil einfach nur mehr von ihm. Als er nackt ist, gibt er mir alles, was ich will und noch mehr, drückt mich in die Matratze, sein Schwanz zwischen meinen Schenkeln, sodass wir uns beim Küssen wie Teenager aneinander reiben. Das Gleiten seiner Erektion zwischen meinen feuchten Vulvalippen sollte sich eigentlich nicht so gut anfühlen, aber ich glaube, ich könnte so kommen.”
“So gut. Ich bin noch nicht mal in dir und will schon kommen.”
“Der Stolz darüber, wie verzweifelt er klingt, wie kurz vorm Kommen, nur weil er seinen Schwanz an meiner Pussy reibt, ist unglaublich. Aber ich brauche mehr. ”
“Ich will dich in mir spüren.”
“Kondom?”
“Schublade?”
“Ich hab eins in meiner, oh, verdammt, in meiner Hose.”
“Er dreht sich weg, greift nach seiner Hose, und ich nutze die Gelegenheit, mich unter ihm wegzurollen, bis ich auf Händen und Knien bin.”
“Willst du es so, Rose? Auf Händen und Knien, Wahnsinn.”
“Er packt meine Hüften, zieht mich zurück, wiegt seine Hüften hin und her, bis er sie an mich presst. Keine Ahnung, wer von uns beiden verzweifelter ist.”
“Bist du bereit für mich?”
“So bereit.”
“Und als er in mich eindringt, fühle ich mich lebendiger als jemals zuvor.”
Mit angezogenen Beinen, einer schnurrenden Katze neben mir und einem knisternden Kaminfeuer spüre ich einen Frieden, wie ich ihn noch nie zuvor erlebt habe. Oder zumindest rede ich mir das ein. In Wirklichkeit langweile ich mich zu Tode. Auch ein Spaziergang durch das malerische Dorf oder das Lesen anspruchsvoller Bücher scheinen den Raum nicht zu füllen, den meine Gedanken einnehmen, wenn ich mit ihnen allein bin. Es ist erst 16 Uhr, aber es ist hier schon seit fast einer Stunde dunkel, und auf Netflix gibt's nur Schrott. Also begnüge ich mich damit, der Katze meine Gedanken vorzutragen.
“Findest du es erbärmlicher oder weniger erbärmlich, dass ich so weit gereist bin, nur um mich genauso zu langweilen wie zu Hause? Wenigstens genießt du meine Gesellschaft.”
“Oder auch nicht. Aber man kann ja auch nicht unendliche viele Gespräche mit einer Katze am Tag führen.”
Aber mit mir selbst reden will ich auch nicht. Erst recht nicht auf Social Media scrollen nach dieser Hashtag-Tortur. Aber ich muss nicht allein sein. Wenn ich mich so einsam fühle, geht es Rose vielleicht genauso. Also greife ich zum Telefon und rufe sie per Videocall an.
“Amelia, hallo! Guten Morgen! Ähm, guten Abend, nehme ich an.”
“Wie geht’s? Du siehst müde aus. Aber auf eine gute Art. Fast strahlend. Als hättest du eine Gesichtsbehandlung hinter dir. Oh mein Gott, hast du die Hautpflegeexpertin unten im Haus ausprobiert?”
“Ähm, nicht ganz. Wie läuft’s bei dir? ”
“Weißt du, wo der Milchaufschäumer ist?”
“Rose! War das, ist da ein Mann in meiner Wohnung? Hat er bei dir übernachtet? ”
Ich versuche, nicht zu voreilig zu sein, während sie überlegt, was sie sagen soll. Aber die Pause ist Antwort genug.
“Ja! Hat er! Du hattest keine Gesichtsbehandlung, sondern guten Sex gehabt. Ich will dich nicht verurteilen. Aber ich muss es wissen. Hattest du Sex mit einem Fremden? Oder ist es jemand, den ich kenne?”
“Mal sehen, du warst auf der Weihnachtsfeier. Wer geht denn sonst noch hin? Lukas aus dem dritten Stock? Nein, der ist mit dieser Künstlerin zusammen. Hm, vielleicht Mr. Humphrey, der ist schon ein Hottie, aber nicht dein Typ. Hmmm – Oh! Ben! Mr. Lässiger Charmeur und meine Güte, diese Grübchen! Es ist definitiv Ben, oder? ”
“Möglicherweise. Vielleicht. Na gut, ja. Das ist, ja, Ben ist hier.”
“Ich wusste es! Du strahlst ja richtig. Du hast so einen "Ich habe eine fragwürdige Entscheidung getroffen, aber es hat sich gelohnt"-Vibe.”
“Nun ja, normalerweise hätte ich diese Entscheidung sicher nicht getroffen, aber es gibt keinen Grund, sie zu bereuen, oder? Ich habe mich so lange unsichtbar gefühlt, es war gut, gesehen zu werden.”
“Das verstehe ich. Und ehrlich gesagt, dieses neue Ich steht dir.”
“Danke, wirklich. Aber genug von mir. Wie läuft es bei dir?”
“Gut. Ruhig. Sehr ruhig. Aber hör mal, ich bin froh, dass du angerufen hast. Ich wollte dir eigentlich schreiben. Dieser Typ war da, Nick? Er hat deinen Weihnachtsbaum gebracht.”
Ich breche ab, weil mir keine höfliche Art einfällt, ihr zu sagen, dass ich wahrscheinlich dafür gesorgt habe, dass er ihr nie wieder einen Weihnachtsbaum verkauft.
“Oh je, natürlich hat er das. Ich hätte ihn stornieren sollen, aber ich hab's total vergessen. Und Nick, er ist nun mal ein Mann, auf den man sich verlassen kann.”
“Das ist er. Und jetzt habe ich einen Baum.”
“Und wie ist das abgelaufen?”
“So gut, wie du es dir vorstellst, wenn jemand einer Frau, die Weihnachten hasst, feierlich das weihnachtlichste Weihnachtssymbol ever in 2 Meter hoher Ausführung vorbeibringt. Ich schulde ihm definitiv eine Entschuldigung. Aber ich weiß nicht, was ich sagen soll: ‚Es tut mir leid, dass ich dich, deinen Job und womöglich deine mentale Stabilität mit einem Schlag beleidigt habe. Ich schwöre, ich bin kein seelenloser, weihnachtshassender Roboter, bitte verzeih mir‘, wenn ich nicht mal weiß, wie ich ihn wiederfinden soll.”
“Nun, bei einer Sache kann ich dir helfen. Seine Visitenkarte liegt neben dem Wasserkocher. Er telefoniert nicht gern oder schreibt E-Mails, er ist da eher altmodisch. Aber die Adresse seiner Farm steht drauf. Sie ist an den meisten Nachmittagen geöffnet.”
“Als ich den Video-Call mit Amelia beendet und den Mut aufgebracht hab e, Ben gegenüberzutreten, ist der After-Sex-Glow verflogen und ich bekomme Panik, als ich versuche, das größte Bett, das ich je gesehen habe, neu zu beziehen.”
“Oh nein, oh nein, nein, nein. Was habe ich getan?”
“Okay. Tief durchatmen. Du bist eine erwachsene Frau, Rose. Erwachsene haben One-Night-Stands. Mit umwerfenden Männern. In Luxuswohnungen, die ihnen nicht gehören. Völlig normal. Und dass er mir eine Nachricht hinterlassen hat, um zu verschwinden, während ich unter der Dusche stehe? Auch total normal. Hat absolut nichts mit mir zu tun. Außerdem hat er mir noch einen Kaffee gemacht, bevor er aufgebrochen ist. Das muss doch etwas bedeuten! Niemand macht Kaffee für einen enttäuschenden One-Night-Stand, oder?”
“So sollte ich mich nicht fühlen. Ich bin hierhergekommen, um, ich weiß nicht! Nachdenken, Yoga machen, Tagebuch schreiben oder so.”
“Ich bin nicht hierhergekommen, um den besten Sex meines Lebens mit Amelias Nachbarn zu haben, nur weil er so heiß ist, dass er für die globale Erwärmung verantwortlich sein könnte.”
“Und anschließend Unmengen an Wäsche in der kompliziertesten Maschine zu waschen, die ich je gesehen habe.”
“Samtige Öko-Schaum-Auffrischung? Das klingt wie der dritte Gang eines Sternemenüs, das ich mir nicht leisten kann.”
“Oh Gott, hör auf! Hör auf! Nein, das ist nicht- Oh, hervorragend.”
“Ich kann es nicht fassen. Ich bin nach New York gekommen, um mich selbst zu finden und nicht, um meine Unterwäsche zu verlieren.”
“Aber ehrlich gesagt, ich bereue bisher keine Sekunde von diesem Abenteuer. ”
“Das ist lächerlich. Normale Menschen rennen Männern, die sie angeschrien haben, nicht hinterher, um sich zu entschuldigen. Sie verdrängen es einfach. Oder schicken Kekse. Entschuldigungskekse.”
Und trotzdem stehe ich hier. Ich verhalte mich völlig unnormal, tauche auf vor der Tür des armen Kerls, den ich gestern noch total angepampt habe.
“Das reicht, nur 20 Pfund.”
“Okay, schon gut, tut mir leid, Sir, aber ich habe nur so 5 US-Dollar, einen Dior-Lippenstift und den Absatz von einem Louboutin, den ich abgelaufen habe, zum reparieren bin ich noch nicht gekommen. Akzeptieren Sie American Express? Macht nichts. Kann ich einfach?”
“Tut mir leid, nur Bargeld. Hier gibt es keinen Empfang.”
“Guten Morgen! Donald, was schulde ich dir?”
Ich wäre am liebsten im Schnee versunken, als Nick über mich hinweg ins Taxi greift und dem Fahrer ein paar Geldscheine reicht, die er wie aus dem Nichts hervorzaubert. Toll. Jetzt muss ich mich nicht nur dafür entschuldigen, dass ich die Weihnachtsstimmung verdorben habe, sondern auch dafür, dass ich mich wie ein totaler Trottel in Not benehme.
“Danke, Harry.”
“Das hättest du nicht tun müssen.”
“Gern geschehen. Aber ich gebe zu, ich hätte nicht erwartet, dich wiederzusehen. Schon gar nicht hier. Was bringt dich hierher?”
“Ich weiß und es tut mir leid, dass ich störe. Ich wollte mich nur, nun ja, entschuldigen. Wegen des Vorfalls. Mit dem Baum.”
“Nennen wir das jetzt einen Vorfall?”
“Ja, ein Zwischenfall. Weißt du, ich hatte eine furchtbare Anreise und wollte einfach nur weg von Weihnachten und dann stehen plötzlich ein riesiger Weihnachtsbaum und der Weihnachtsmann persönlich vor meiner Tür, wie in einem kitschigen Weihnachtsfilm, und, und ich habe völlig überreagiert.”
“Hey hey, sei nicht so streng mit dir selbst. Sowas passiert. Was soll man machen, wenn Weihnachten buchstäblich vor der Tür steht?”
“Genau. Und es tut mir immer noch leid. Du hast den Zorn einer gekränkten New Yorkerin wirklich nicht verdient.”
“Entschuldigung angenommen. Aber du bist nicht die erste Städterin, die die Magie eines Weihnachtsfestes auf dem Land unterschätzt. Ich glaube also immer noch, dass es Hoffnung für dich gibt.”
Dass er meine Entschuldigung einfach so annimmt, überrascht mich, und ich spüre, wie mein eisiges Herz ein wenig auftaut, als er lächelt. Aber nur ein bisschen.
“Weißt du was, ein ein paar Kumpels und ich gehen heute Abend in den Pub. Weihnachtsquiz, ein, zwei Bier und gute Gesellschaft. Komm doch mit.”
“Ein Pubquiz? Ich bin ja nicht gerade der Typ für lokales Entertainment.”
“Schon gut. Du kannst dich einfach entspannen und dich unter die Leute mischen. Deine Schönheit gleicht unsere Intelligenz aus.”
“Willst du damit etwa sagen, dass ich nichts im Kopf habe?”
“Oder, dass mich gerne unter Leute in einem Pub mische?”
“Überhaupt nicht, aber es wäre lustig, dabei zuzusehen, wie du es versuchst.”
Zuerst merke ich gar nicht, dass dieses Lachen von mir kommt. Doch jetzt, wo ich genauer hinhöre, spüre ich das ungewohnte Gefühl eines echten Lächelns auf meinen Lippen und eine Leichtigkeit in meiner Brust, die ich in New York so noch nie erlebt habe.
“Ich hol dich ab. Um 7?”
Und ich denke, ich überrasche uns beide als ich sage:
“Gern, warum nicht?”
“Genau das habe ich gebraucht. Frische Luft. Perspektive. Ein neuer Blickwinkel. Das Treiben in der Stadt ist perfekt, um zu vergessen, wer ich war, und um herauszufinden, wer ich sein will. Nicht, um mich zu verlieben und glücklich bis ans Lebensende zu leben. Es geht um mich. Darum, mich selbst zu finden. Oder zumindest hoffe ich, dass es sich einprägt, wenn ich es mir oft genug sage. Denn diese Stadt ist wirklich ein Winterwunderland voller Chaos und Magie. Es ist so kalt, dass ich meinen Atem sehen kann, aber da! Das Mädchen da drüben trägt trotzdem Shorts und sieht dabei einfach umwerfend aus. Das ist New Yorker Selbstbewusstsein. Genau deswegen bin ich hier. Und Kaffee. Ich bin definitiv wegen des Kaffees hier. Es ist wie im Film, die kleinen Wagen und Kioske, die alles Mögliche anbieten. Hotdogs! Um 9 Uhr morgens! Dann bleibe ich wohl besser beim Kaffee.”
“Nächster bitte!”
“Hallo, ich hätte gern einen Zimt-Latte, bitte?”
“Tut mir leid. Nur Bargeld.”
“Also, ich – oh, okay, vielen Dank.”
“Es gibt einen Geldautomaten gegenüber, du kannst –”
“Ich mach das.”
“Er ist es. Ben. Natürlich ist er es. In einer Stadt mit 8 Millionen Menschen, treffe ich ausgerechnet auf ihn. Sieht aus, als wäre er einer Schneekugel entsprungen.”
“Hi Ben.”
“Hi, du. Auf der Suche nach einem Koffeinkick?”
“Oh, nein, ich wollte nur–”
“Also, was darfs sein?”
“Eine große heiße Schokolade und was auch immer sie bestellt.”
“Ich will ablehnen, aber er drückt mir schon das Geld in die Hand, bevor ich überhaupt etwas sagen kann. Ich sollte diesen Gefallen wirklich nicht annehmen. Vor allem, weil er mir am Morgen schon Kaffee gemacht hat, aber als ich mich von meiner Wäschepanik erholt hatte, war der Kaffee kalt und dann habe ich die verdammte Mikrowelle nicht zum Laufen gebracht. Außerdem bin ich immer noch in meinen Tagträumen von unserer gemeinsamen Nacht verloren. Was sich jetzt, wo er hier ist, plötzlich noch peinlicher anfühlt. Es war nur ein One-Night-Stand, dann eine nette Geste, und jetzt ist es nur noch eine weitere Tasse Kaffee. Aber ich kann nichts dagegen tun.”
“Ich kann am Automaten Geld abheben – er meinte, der ist da drüben. Irgendwo?”
“Bestimmt gibt es einen, aber die Gebühren sind unverschämt. Keine Sorge, ich lad dich ein. Sieh es als Entschädigung dafür, dass ich dich heute Morgen beim Dusch-Karaoke sitzen gelassen habe.”
“Oh Gott, hast du das gehört?”
“Stahl und Glas leiten Schall hervorragend. Ich glaube, sogar die Nachbarn drei Stockwerke tiefer haben es gehört.”
“Sollen wir eine Runde drehen?”
“Ich sollte etwas sagen, irgendetwas, anstatt ihn nur anzustarren, während er mir mein Getränk reicht. Aber ich weiß nicht, was ich sagen soll, also nehme ich sein Angebot dankend an, nicke und gehe neben ihm her.”
“Na, Rose aus England, was steht heute auf deinem Programm? Shoppen? Sightseeing? Ein berühmter New Yorker Kaffeewagen?”
“Eigentlich alles, und ich versuche dabei, nicht wie eine Touristin zu wirken. Also: Wie sehe ich aus?”
“Mir wird einen Moment zu spät klar, wie das klingt. Er lächelt bereits. Sein Blick wandert langsam meinen Körper entlang, als würde er sich daran erinnern, wie ich nackt aussehe. Oder vielleicht bilde ich mir das alles nur ein.”
“Ehrlich? Du siehst gut aus. Als würdest du her gehören.”
“Denk nicht darüber nach, wie es sich angefühlt hat, als ihr zusammen im Bett wart und er in dir war und verdammt, denk nicht daran! Er darf es nicht wissen, werde nicht rot. Was auch immer du tust - werde nicht rot.”
“Danke. Obwohl ich heute Morgen beinahe von einem Radfahrer umgehauen worden bin, was die Illusion auf spektakuläre Weise zerstört hätte.”
“Oh nein, nein, das ist typisch New York. Touristen sind vorsichtig, aber ein echter New Yorker weiß, dass Verkehrsregeln nur Empfehlungen sind. Risiko steht auf der Tagesordnung.”
“Nicht, dass ich dich dazu ermutigen will, dich von einem Radfahrer umfahren zu lassen oder vor ein Auto zu laufen.”
“Unfassbar, wie charmant er ist. Unerträglich. Und diese blöden Grübchen, warum hat er denn Grübchen? Grübchen sind in den Bedingungen für die Liebeskummer-Therapie verboten.”
“Rose? Alles okay?”
“Oh! Ja, sorry. Nur Jetlag. Und Koffeinentzug. Jetlag und Koffeinentzug.”
“Na, freut mich, dass ich dir bei einem der beiden Probleme helfen konnte. Obwohl die letzte Nacht das andere vielleicht noch verschlimmert hat. Prost.”
“Während wir durch die Straßen Manhattans laufen, denke ich immer wieder, dass ich mich daran gewöhnen könnte. An die Stadt. Die Geräusche. Die Gesellschaft, an ihn. Vor allem an ihn. Hör auf! Sei nicht albern, Rose!”
“Ist das deine Masche? Frauen mit einem perfekt getimten Kaffee vor sich selbst retten?”
“Kommt drauf an. Manchmal wechsle ich die Strategie, spiele den Helden und rette Touristinnen vor überteuerten Souvenirs.”
“Das behalte ich im Hinterkopf.”
“Während ich an meinem Kaffee nippe, spüre ich seinen Blick auf mir. Er durchdringt mich, breitet sich in meinem Unterleib aus und hinterlässt ein leises Verlangen, das mich daran erinnert, wie gut sich sein Mund angefühlt hat, wie perfekt seine Hände waren, wie schön es war, als er- Und ich glaube, ich bin in Schwierigkeiten, denn ich mag das Gefühl, wenn er mich so wahrnimmt. Es gefällt mir sehr. Und ich möchte mehr davon. ”
“Okay, es ist entschieden: Du musst den Namen unseres Kneipenquiz-Teams bestimmen.”
“Wie wär’s mit ‚Ich will nach Hause‘?”
“Perfekt, ich trage uns als ‚Die fröhlichen Amerikaner‘ ein.”
“Natürlich.”
Er ist wirklich unerträglich. Nichts bringt ihn aus der Ruhe. Er lächelt ständig, und egal, wie sehr ich es versuche, ich kriege ihn einfach nicht aus der Fassung. Umgekehrt ist es das Gegenteil. Und irgendwie ist das süß?
“Okay, okay, es geht los. Die erste Frage lautet: ‘Wer hat ‚The Fairytale of New York‘ geschrieben?’. Was? Willst du mich verarschen? Das ist doch kinderleicht! Die Pogues!”
“Woher wusstest du das?”
“Grundwissen. Du wüsstest das auch, wenn du nicht so sehr damit beschäftigt wärst, Weihnachten zu hassen.”
“Ich hasse Weihnachten nicht! Höchstens ein bisschen.”
“Jetzt klingst du fast schon festlich für deine Verhältnisse!”
“Also, Amelia aus New York, bist du immer so abgeneigt gegen alles, was lustig ist, oder bringt das trübe britische Wetter deine schlechteste Seite zum Vorschein?”
“Ich bevorzuge die Beschreibung ‚emotional effizient‘. Griesgrämig zu sein ist in der Grinch-Kultur beleidigend.”
“Klar, klar, natürlich. Und ich bin einfach extrem ausgeglichen.”
Seine Schlagfertigkeit und sein gewinnendes Lächeln machen es mir schwer, meine aufgesetzt schlechte Laune zu halten, und ich ertappe mich dabei, wie ich—
“Du lächelst. Das hätte ich nicht für möglich gehalten.”
“Gewöhn dich nicht dran.”
“Ach komm schon, gib’s doch zu. Du amüsierst dich. ”
“Vielleicht, aber nur ein bisschen.”
“Na sowas! Wir machen noch eine richtige Pub-Liebhaberin aus dir.”
“Soll ich dich nach Hause begleiten?”
“Du willst dich nur profilieren, weil du gewonnen hast.”
Aber ich will sein Angebot nicht ausschlagen. Es war, ich hatte einen tollen Abend und möchte den Spaß noch ein bisschen in die Länge ziehen. Also nicke ich.
Es ist still hier draußen. Zu still. Ich kann hören, wie mein Herz seltsame Dinge tut. Es fühlt sich leicht und fast prickelnd an. Ist das, was ist das für ein Gefühl? Wahrscheinlich Sodbrennen. Während wir weitergehen, finde ich die Lichterketten zwischen den Zaunpfählen und den Schmuck in den Stechpalmen und Tannen entlang der Dorfstraße immer weniger abstoßend. Es hat fast etwas Malerisches, und Nicks ruhige Anwesenheit an meiner Seite verstärkt die Atmosphäre noch.
Es ist angenehm, mit ihm zusammen zu sein. Oder vielleicht liegt es an den ein, zwei Bieren, die ich im Pub getrunken habe. Wer kann das schon so genau sagen? Ich weiß nur eins: Wir sind fast am Ferienhaus angekommen, und ich bin mir nicht sicher, ob ich will, dass dieser Abend zu Ende geht.
“Hat Spaß gemacht mit dir.”
“Ja, das hat es. Entgegen aller Erwartungen.”
“Hat es deine Meinung über Weihnachten verändert? Oder deine Meinung über mich?”
Mein Herz rast. Ich hoffe, er kann es in der Stille der Nacht nicht hören. Er ist nah und wir sind ganz allein. Ich will, ich darf mich nicht mitreißen lassen, egal wie schön dieser Abend war.
“Vielleicht ein bisschen.”
“Das reicht mir. Gute Nacht, Amelia.”
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