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“Hi Rose, hier ist Amelia. Ich habe gerade noch einmal in meinen Kalender geschaut und, ja, alles frei. Wir machen das wirklich. Morgen steige ich in einen Flieger nach London. Ziehe vom Großstadtdschungel in dein gemütliches Cottage. Bist du bereit, dein Leben zu tauschen?”
“Hallo Amelia, das ist mega! Ja, ich bin bereit. Ich habe das Cottage mit Weihnachtsplätzchen, Tee und Kaminholz ausgestattet. Oh, und es gibt eine Katze. Sie gehört eigentlich nicht mir, aber sie wohnt auch dort. Und am allerwichtigsten: Es sind keine Männer da. Ganz wie versprochen.”
“Das klingt perfekt. Ich habe eine Schublade voller Flyer mit Lieferservice-Anbietern und flaschenweise guten Wein. Damit fühlst du dich bestimmt gleich wie zuhause in New York.”
“Es ist Jahre her, dass ich mir einen Tag frei genommen habe, geschweige denn Urlaub. Mein Chef denkt, ich bin verrückt geworden. Ich kanns immer noch nicht ganz glauben.”
“Mir geht's genauso. Mein Freund, Exfreund, ist letzte Woche ausgezogen. Also ja, keine Lust mehr auf Herzschmerz. Stattdessen will ich Schafe und absolute Ruhe.”
“Schafe und Ruhe - das gibt's hier en masse. Besonders um diese Jahreszeit. Mit ein bisschen Glück schneit’s sogar. Dir wird es sicher gefallen.”
“Auf neue Adressen und zweite Chancen für uns beide.”
“Darauf stoß ich an. Frohe Beinahe-Weihnachten, Amelia. Und hab eine gute Reise.”
“Ah! Oh mein Gott, Matsch.”
Ich stolpere aus der wohl furchteinflößendsten Taxifahrt meines Lebens und direkt rein in die matschige Landstraße, während der Wagen, ohne einen Blick zurück, davon rast. Ich zerre meinen Koffer hinter mir her, wate durch den schmatzenden Schnee und Schlamm, der die Einfahrt bedeckt, es ist eine lange, kurvige und erschreckend steile Einfahrt. Ich trage absolut die falschen Schuhe dafür. Ich glaube nicht mal, dass ich überhaupt die richtigen Schuhe für sowas besitze.
“Wer baut ein Haus überhaupt so weit weg von allem und jedem?”
“Oh! Na klar, ein Schaf. Perfekt. Genau das, was ich wollte.”
Trotz meiner Beschwerden endet die Einfahrt am wohl malerischsten englischen Cottage, das ich je gesehen habe. Frust und Jetlag sind beinahe vergessen.
“Willkommen in England. Der Schlüssel liegt unter dem roten Blumentopf. Sorry für den Matsch. Wenn es schneit, geht es manchmal wild zu.”
“Wild? Rose, das ist ein Sumpf!”
Ich schüttele den Kopf und schicke ihr schnell ein „Danke“. Ich finde den Blumentopf, offenbar handbemalt, neben der Tür. Ich hebe ihn an und darunter liegt ein schwerer, gusseiserner Schlüssel, der aussieht, als könnte er ein früheres Leben aufschließen, statt nur die Tür eines niedlichen Landhäuschens. Der Schlüssel dreht sich mühelos im Schloss und ich öffne die Tür, in der großen Hoffnung, dass mich darin etwas Gutes erwartet.
“Okay, roter Schlüssel, silbernes Schloss.”
“Das ist unwirklich. Seit der Taxifahrer mich vor diesem Gebäude abgesetzt hat, fühlt es sich an, als wäre ich in eine andere Welt gestolpert. Der gläserner Wolkenkratzer verschwindet fast in den tiefen grauen Wolken, und das polierte, moderne Interieur ist einfach nur traumhaft. Ich schlüpfe aus meinen Schuhen, ich will den Dreck der langen Reise nicht in diese makellose Wohnung schleppen. Diese Böden glänzen mehr als der Spiegel in meinem Cottage. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es ist wahnsinnig edel. ”
“Das hier kann nicht wirklich als ‚Wohnung’ bezeichnet werden. Es ist ein, ein Traum. Ich war schon in Wohnungen, die kleiner sind als der Lift, mit dem ich raufgefahren bin und, wow, diese Aussicht. Ich kann das Empire State Building sehen! Aus jedem Zimmer! Ich fass es nicht. Ich hätte mir nie träumen lassen, Weihnachten in New York City zu verbringen.”
“Und an einem Ort wie diesem, zu dieser Zeit. Die letzten Monate waren, nun ja, schwierig, gelinde gesagt. Amelia kennenzulernen und die Gelegenheit zu bekommen, für eine Weile Leben zu tauschen. Begeistert sehe ich mich weiter in meinem neuen Zuhause um.”
“Hier gibt es keine Geister. Keine Erwartungen. Und endlich habe ich das Gefühl, dass ich wieder atmen kann. Nur ich, diese Aussicht und ein Bett, das aussieht, als wäre es gemacht aus, oh, was ist das?”
“Du hast es geschafft, Rose! Du hast den Zoll überlebt, den Jetlag und die Taxifahrt. Übrigens: meine Klamotten gehören dir – also hab Spaß, mach dich schick und leb ein bisschen. Oh, und heute Abend findet eine kleine Weihnachtsfeier auf der Dachterrasse statt. Meine Nachbarn schmeißen sie jedes Jahr. Du kannst sein, wer du willst. Das willst du nicht verpassen.”
“Sie hat sogar ein kleines Herz gemalt mit Teufelshörnern. ”
“Normalerweise gehe ich nicht auf Partys. Ich ziehe mich nicht außergewöhnlich an und gehe nicht aus, trinke nicht mit Fremden oder geh Risiken ein. Das bin einfach nicht ich. Aber vielleicht ist es genau deshalb an der Zeit, das zu ändern.”
“Hier kennt mich niemand, und ich kann sein, wer ich will. Ich kann sein wie Amelia, stark, mutig und abenteuerlustig.”
“Und plötzlich merke ich, dass ich genau das will. Ich will das Gefühl haben, hierher zu gehören – nach New York, in dieses teure Apartment und in dieses Leben.”
“Oh Gott, was ist das alles, wow.”
“Amelias Kleiderschrank ist ein weitläufiges, perfekt geordnetes Fest für die Augen. Er ist voller eleganter Kleider, Kostümchen und die Schuhe stapeln sich bis zur Decke.”
“Diese Absätze können unmöglich praktisch sein, aber wow, sie sind umwerfend.”
“Na gut, Amelia. Heute Abend bin ich das Partygirl. Ich nehme die Herausforderung an.”
“Okay, Holz, check. Streichhölzer, check. YouTube-Tutorial zum Feuermachen, check. Gemütlicher Abend? Nicht wirklich. Wenn ich nur-”
“So, das war’s. Ich führe offiziell einen Kampf gegen Holz und verliere.”
Ich werfe die Streichholzschachtel frustriert auf den Boden. Dieses Cottage ist bezaubernd, geradezu idyllisch – aber ich weiß gerade nicht mehr, was ich mir dabei gedacht habe. Ich bin ein Stadtkind. Ich habe noch nie Feuer gemacht oder ein Bad eingelassen aus Wasserhähnen, die älter sind als die Stadt, aus der ich komme. Es ist wie aus dem Bilderbuch, aber einfach eiskalt.
Vielleicht ist Wärme überbewertet. Vielleicht, vielleicht muss ich den Herzschmerz einfach rausfrieren. Ja, genau. Vielleicht stärkt Erfrierung den Charakter.
“Das ist Charakterbildung.”
“Oh, was, wer ist das denn jetzt? Warum verirrt sich überhaupt jemand?”
Meine Gedanken setzen aus, als mir klar wird, dass ein Mann vor der Tür steht und ein Mann ist wirklich das Letzte, was ich gerade sehen will. Ich habe niemanden erwartet und ich bin definitiv nicht interessiert an unangekündigten Besuchern, die, was ist das überhaupt? Was hat er da dabei?
“Hey Ro— Du bist nicht Rose. ”
“Sehr aufmerksam.”
“Aber das ist Roses Haus. Ich bin mir sicher, oder?”
“Ja. Das ist Roses Haus, aber ich bin nicht Rose. Ich bin eine Freundin. Sie ist nicht da. Brauchst du etwas?”
“Richtig! Ja, ich bin Nick. Ich wohne den Feldweg hoch, und ich betreibe die Tannenfarm da drüben und das hier ist dein Weihnachtsbaum. Wohin damit?”
“Mein was?”
“Dein Weihnachtsbaum. Rose bestellt jedes Jahr einen. Weihnachten ist ohne einen richtigen Baum nicht dasselbe. Also, wohin soll er?”
“Nirgends. Ich will kein Weihnachten oder Weihnachtsbäume. Danke trotzdem, wenn das alles war.”
“Verstanden. Aber ich habe Rose versprochen, den Baum heute vorbeizubringen, und ich habe ihn den ganzen Weg hierher getragen, im Schnee, bergauf. Nimm ihn wenigstens aus Mitleid. ”
“Du bist gefahren.”
“Selbst wenn.”
“Na gut. Stell ihn einfach irgendwo hin, wo ich ihn nicht sehen muss.”
“Sorry. Entschuldigung, gleich—”
Mit jeder Bewegung strömt frischer Tannenduft zu mir herüber und ich bin kurz davor, die Augen zu verdrehen. Ich wollte diesen blöden Feiertag vergessen; Männer, Besinnlichkeit und Weihnachtszauber. Wie soll ich das schaffen, wenn dieses Ding das halbe Wohnzimmer einnimmt?
“Na also. Perfekt.”
“Wenn du meinst.”
Aber als ich um die Ecke ins Wohnzimmer komme, sehe ich ihn vor einem lodernden Kamin knien.
“Du brauchst anscheinend mehr als nur einen Weihnachtsbaum. Das Feuer brennt jetzt. Meinst du, du schaffst es, dass es nicht wieder ausgeht?”
Wahrscheinlich nicht, aber das muss er nicht wissen.
“Krieg ich schon hin. Wenn das alles war.”
Ich schaue vielsagend zur Tür, versuche krampfhaft, nicht die Augen zu verdrehen, und hoffe, dass er einfach geht.
“Du kommst nicht von hier, oder?”
“New York.”
“Ah. Das erklärt die hohen Absätze. Und deine ansteckende Weihnachtsstimmung. ”
“Ha ha.”
Als ich die Tür zudrücke, höre ich ihn von der anderen Seite.
“Frohe Weihnachten, New York.”
“Okay, Kleid- check. Lippenstift- so weit außerhalb meiner Komfortzone, aber check. Herzschlag- völlig nutzlos.”
“Ich weiß nicht, ob ich mich schon mal so genau angesehen habe und dann in diesem Kleid, das viel kürzer ist, als ich es gewohnt bin, aber ich mag, was ich sehe.”
“Okay, Rose, du schaffst das. Du kannst selbstbewusst sein. Charmant, sexy. Und versuch, nicht in Ohnmacht zu fallen.”
“Wow.”
“Die Aufzugtür öffnet sich und offenbart die magischste Kulisse, die ich je gesehen habe. Ein funkelndes Winterwunderland, aber obwohl Schnee fällt, ist die Dachterrasse warm. Ein Baldachin mit glänzenden Lichtern und Heizstrahler überall, als wäre ich mich in einer Schneekugel. Oder in einem völlig anderen Leben. Was irgendwie genau der Sinn von all dem ist.”
“Ich betrete die Party, nehme die elegant gekleideten Gruppen von Menschen wahr, die lachend beisammenstehen, Getränke in übervollen Gläsern, Tische voller köstlicher Snacks und weihnachtlicher Deko. Alles wirkt so festlich.”
“Hey, du musst Rose sein. Amelia meinte, du kommst heute vielleicht vorbei.”
“Vor allem der große, gutaussehende Mann, der direkt auf mich zukommt. Seine Augen leuchten im gedämpften Licht. Mit einem einladenden Lächeln bleibt er neben mir stehen. ”
“Er mustert mich und am liebsten würde ich sofort abhauen. Oder zumindest so tun, als würde ich nicht merken, dass er mit mir spricht. Aber das hier ist meine erste Chance, mein neues Ich auszuprobieren. Also halte ich seinem Blick stand und lächle zurück.”
“Ganz richtig. Schön, dich kennenzulernen?”
“Benjamin. Oder Ben. Willkommen zu unserer jährlichen Rooftop-Weihnachts-Soirée. Bei dem hübschen Akzent hast du eine weite Reise hinter dir.”
“Das stimmt. Aber ich bin froh, hier zu sein. Danke für die Einladung, ich war noch nie auf sowas.”
“Auf einer Weihnachtsparty? Oder in New York?”
“Beides, ehrlich gesagt. Zumindest war ich noch nie auf einer Party mit Fußbodenheizung und strahlenden Leuten.”
“Naja, vielleicht brauchst du erstmal was zu trinken.”
“Ah, danke. Das kann ich tatsächlich gut gebrauchen.”
“Und, nur zur Info, du strahlst auch.”
Das Feuer wärmt mich endlich auf und ich kuschle mich in die weiche Decke auf dem Sofa, versuche die Kälte abzuschütteln. Die Kälte, die nicht nur körperlich ist, sondern daher kommt, über die Feiertage allein im Nirgendwo zu sein.
“Also gut, das ist keine Einsamkeit, Amelia. Das ist Ruhe. Und Frieden. Eine Chance zu heilen. Ein Solo-Retreat für die Sinne.”
Mein Feed ist voller ästhetischer Weihnachtsdeko, perfekt geschmückte Bäume, kleine gehäkelte Festtags-Tierchen und Gastgeber-Tipps für zuhause, die—
“Oh, das ist ja wohl ein Witz.”
Meinen Ex in meinem Feed zu sehen, war wirklich das Letzte, was ich wollte. Romantische Posts mit seiner neuen Freundin. Manchmal bin ich echt mein schlimmster Feind, denn natürlich klicke ich drauf, um alles zu sehen.
“Wundervoll. Hashtag Neuanfang. Hashtag Gesegnetes Fest. Hashtag Verliebt und Glücklich. Oh, und er hat sie markiert. Wie niedlich.”
Ich kann nicht glauben, dass mir ein Typ wie er so wichtig war. Ein Typ, der dachte, Luxusmarken und Überstunden wären Charaktereigenschaften, und dass Betrug ein guter Ersatz für echtes Engagement sei. Er war so furchtbar. Der Grund, warum ich versuche, Männer zu vermeiden und, wenn ich wirklich ehrlich zu mir bin, wahrscheinlich auch der Grund, warum ich vorhin so gemein zu diesem Weihnachtsbaumtypen war. Nick? Oh man, er hält mich jetzt wahrscheinlich für den übelsten Grinch. Und ehrlich gesagt, war ich das auch. Er war einfach nur nett, hat den Baum gebracht und das Feuer angemacht.
Ich könnte mich entschuldigen. Ich sollte mich wahrscheinlich entschuldigen. Vielleicht marschiere ich einfach zu seiner Weihnachtsbaumfarm und sage ihm-
“Es tut mir leid, dass ich so aggressiv und anti-Weihnachten war. Es ist nur so, dass letztes Jahr mein - ach, eigentlich ist das egal. Ich hasse einfach Weihnachten, aber das ist nicht dein Problem, also, tut es mir leid.”
Das ist normales Verhalten, oder? Total normal.
Morgen. Ich gehe morgen. Und ich ziehe vernünftigere Schuhe an.
“Nicht das, was du erwartet hast, oder? Ich weiß, ich weiß, aber ein Drink war nicht genug. Ich wollte dir eine Auswahl mitbringen. Ich wusste nicht genau, was du magst.”
“Oh, das ist lieb. Danke.”
“Wow, der ist lecker.”
“Ein special Drink für eine special Lady.”
“Ich halte mitten im Schlucken inne, völlig überrascht, als mir klar wird, dass er mir tief in die Augen sieht. Sein Blick und sein Lächeln sind weich und süß, während er zusieht, wie sein Kompliment Wirkung zeigt. Ich spüre, wie ich höllisch erröte- Überraschung, Interesse und Unglauben fliegen wie Schmetterlinge in meiner Brust aufgeregt durcheinander. Ich sollte Danke sagen. Ich sollte irgendetwas sagen. Aber ich habe keine Ahnung, was. Männer wie er sind normalerweise nicht so direkt zu mir. Aber ich bin normalerweise auch nicht diese Version von mir.”
“Du bist wirklich nett, Ben.”
“Und du bist wunderschön, Rose.”
“Mir stockt der Atem, und ich weiß nicht, ob es seine Worte sind oder wie seine Augen im gedämpften Licht funkeln. Vielleicht ist es die eiskalte New Yorker Nachtluft oder mein Mut, ich weiß es nicht – aber ich will ihn küssen. Ich will wissen, wie er schmeckt. Ich schaue zu ihm auf, die Lippen leicht geöffnet, als er den Kopf neigt, als würde er mich auch küssen wollen, und ich frage mich kurz, ob er meine Gedanken hören kann.”
“Ich zucke zusammen und erschrecke, als die Musik plötzlich laut und festlich wird, und der Zauber ist gebrochen. Oder vielleicht habe ich es mir nur eingebildet, denn als ich wieder in seine Augen schaue, lächelt er, charmant wie immer, lehnt sich aber entspannt zurück.”
“Als wäre nichts gewesen.”
“Und wie gefällt dir die Party?”
“Er schiebt das erste Glas vom glitzernden Tablett in seiner Hand zu mir rüber. Ich nehme das schimmernde Glas mit prickelndem Inhalt entgegen, lächle ihn an und nehme mir einen Moment, meine Umgebung zu bewundern: Die Skyline der Stadt jenseits der Dachterrasse, die Lichterketten und dieser wahnsinnig gutaussehende Mann, all das ist hier, direkt vor mir, heute Abend. Es fühlt sich so an, als könnte all das mir gehören, wenn ich nur die Hand ausstrecke und es mir nehme. Ich frage mich, wie er reagieren würde, wenn ich es wirklich täte. Er ist genau da, ich könnte einfach-”
“Aber das wäre verrückt. Verrückt, diesen Fremden nur wegen seiner Freundlichkeit zu küssen. So etwas tue ich nicht, was vielleicht genau der Grund ist, warum ich es will. Und was habe ich zu verlieren? Mein Herz rast, aber nichts hält mich davon ab, heute einfach eine andere Rose zu sein.”
“Es ist absolut spektakulär. Die Aussicht, die Stimmung, die Musik. Und die Gesellschaft? Äußerst angenehm, muss ich sagen.”
“Das freut mich zu hören. Es wäre eine Schande, wenn wunderschöne Frauen wie du enttäuscht nach Hause gehen müssten.”
“Er beobachtet mich, während ich das Champagnerglas an die Lippen führe, um zuerst nur einen vorsichtigen Schluck zu nehmen. Aber der Champagner prickelt sanft auf meiner Zunge, der perfekte flüssige Mut, und ich kippe ihn schließlich in einem langen Zug hinunter. ”
“Okay. Wie wär's jetzt mit einem Glas Wein?”
“Ich lehne mich zu ihm, strecke das langstielige Glas aus, um im Gegenzug das Glas Rotwein anzunehmen, das er mir hinhält, als—”
“Oh nein! Der Wein!”
“Ich stürze nach vorne, um das Glas zu fangen, stolpere über meine eigenen Schuhe und lande in der Pfütze aus samtigem, tiefrotem Wein und das in meinem wunderschönen silbernen Kleid.”
“Oh mein Gott, Rose, es tut mir so leid! Normalerweise bin ich koordinierter. Ich kann nicht glauben, warte, ich helf dir.”
“Schon gut, immerhin ist es Rot. Ich wollte schon immer einen bleibenden Eindruck hinterlassen.”
“Die Partygesellschaft ist so beschäftigt, dass unser Tumult von den meisten anderen Gästen unbemerkt bleibt. Ich blicke an mir hinunter, überlege, was ich als Nächstes tun soll, als Ben nach meiner Hand greift.”
“Komm mit, hier entlang. Dahinten ist eine ruhige Lounge. Wir schauen, was wir tun können, um dich wieder sauber zu bekommen.”
“Er führt mich in einen kleinen, privaten Raum und ich betrachte mich im Spiegel.”
“Oh je, ich sehe aus wie eine Tatort-Szene in Pailletten.”
“Steht dir aber.”
“Wirklich? Na, immerhin etwas. Das hier ist nicht mal mein Outfit. Ich habe es mir von Amelia geliehen.”
“Lass mich raten, sie erwartet keine merlot-inspirierte Umgestaltung?”
“Wahrscheinlich nicht.”
“Während er den Fleck auf dem jetzt ruinierten Kleid abtupft, vergesse ich den Wein und die Lichter der Party draußen. Stattdessen nehme ich ihn wahr. Wie sanft seine Hände sind, die Wärme seiner Berührung, wie nah er mir in diesem Raum kommt. ”
“Tut mir wirklich leid.”
“Schon gut, es ist nur ein Kleid.”
“Er rückt noch ein Stück näher. Jetzt berühren sich unsere Körper fast und ich spüre den warmen Hauch seines Atems auf meiner Wange, als er seinen Blick senkt. Er betrachtet meinen Mund, sein Blick streift jedes Detail meines Gesichts. Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Aber ich kann nicht wegsehen. Ich will mich nicht bewegen und diesen Moment ruinieren.”
“Kann ich es wieder gutmachen? Ich bring es in die Reinigung. Und vielleicht kann ich dich nach Hause begleiten, nur zur Sicherheit.”
“Das nehme ich gerne an.”
“Was ich wirklich will, ist mutig genug zu sein, um ihm zu sagen, dass er mich nicht nur zu meiner Wohnung begleiten, sondern mit reinkommen soll. Aber ich hab keine Ahnung, wie ich das anstellen soll. Also nehme ich stattdessen den Mantel, den er mir angeboten hat. Er legt ihn um meine Schultern, bevor er mich zum Aufzug führt.”
“Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine Frau aus der Stadt nach Hause begleiten dürfte, wenn ich Wein auf ihrem Kleid verschüttet hätte. Vergeben alle Britinnen so schnell?”
“Nicht alle, nur die wirklich bemitleidenswerten, schätze ich.”
“Du wirkst nicht bemitleidenswert auf mich.”
“Nein? Wie wirke ich dann auf dich, Ben?”
“Ich sehe, wie meine Frage seine Fantasie anregt, sein Blick sinkt auf meine Lippen, streift dann wieder meinen Körper, bevor er antwortet.”
“Du wirkst mutig, furchtlos. Unglaublich schön und wie eine unwiderstehliche Küsserin.”
“Warum küsst du mich dann nicht?”
“Bevor ich meinen Mut bereuen kann, treffen seine Lippen meine.”
“Ich löse mich widerwillig aus unserem Kuss, aber bin überglücklich, als ich in sein strahlendes Gesicht blicke, das mir genau verrät, was er will.”
“Das war-”
“Ich weiß.”
“Als wir ins Treppenhaus treten, bin ich es jetzt, die ihn hinter mir her zieht.”
“Ich will nicht aufhören.”
“Mein Mund ist auf seinem, bevor ich begreifen kann, was ich gerade gesagt habe. Seine Hände auf meinem Körper erkunden jede weiche Kurve, bis zwischen unsere Körper kein Blatt mehr passt.”
“Ben, willst du mit rein kommen?”
“Mehr als alles andere.”